Klimadiskurs NRW

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Archiv

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No1|2016

 

 

14. Juli 2016

Neue Räume + neue Gesichter

„Willkommen bei den Stadtwerken Düsseldorf!“ So heißt es jetzt an der Pforte, die unsere Besucher auf dem Weg zu uns passieren. Denn die Geschäftsstelle des KlimaDiskurs.NRW ist größer und schöner geworden:

Als einer der ersten Untermieter hat der KlimaDiskurs.NRW Räume auf dem Betriebsgelände unseres Mitglieds, der Stadtwerke Düsseldorf, am Höherweg 200 bezogen. Der Clou: Im neuen Konferenzraum können unsere Mitglieder kostenlos tagen.
Außerdem wird das Team in den neuen Räumen auch kräftig verstärkt: Als Referentin für Energie- und Klimapolitik ist die Politikwissenschaftlerin Sophia Schönborn auch für die Öffentlichkeitsarbeit und die Veranstaltungsplanung zuständig. Die studierte Slavistin, Luzie Cames, unterstützt als Assistentin die Geschäftsführung und gleichzeitig den Verein, vor allem in organisatorischen Belangen. Auf unserer Homepage stellt sich nun auch das komplette Team vor.

14. Juli 2016

Vorwärts geht´s: Zweite Projektlaufzeit gestartet

Die beiden Förderer des KlimaDiskurs.NRW waren von der Arbeit und den Erfolgen der ersten Projektlaufzeit (2012-2016) so überzeugt, dass sie die positive Entwicklung des für NRW einzigartigen Vereins mit einer zweiten Förderphase unterstützen wollen.

 

 

Neben der positiven Mitgliederentwicklung und den gut besuchten Veranstaltungen vereinfachte wohl die positive Evaluation der Beratungsfirma Ecofys im vergangenen Jahr die Entscheidung der Förderer. Hervorgehoben wurde hier insbesondere das einzigartige Charakteristikum von KlimaDiskurs.NRW: Der konstruktive Dialog über mögliche Konflikte in der Energiewende, der wichtiger ist denn je für das Erreichen der ambitionierten Klimaschutzziele des Landes NRW.

Die Stiftung Mercator und die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen fördern diese umfassende Arbeit des KlimaDiskurs.NRW mit zusammen rund 1,3 Millionen Euro bis 2019. Die Pressemitteilung zur zweiten Förderphase finden Sie hier.

14. Juli 2016

Start der Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz

Wie kann das im Klimaschutzplan NRW gesteckte Ziel einer energieeffizienten Gebäudesanierung mit den verschiedenen beteiligten Akteuren erreicht werden? Welche Lösungsansätze gibt es, wo bedarf es neuer Wege und Strukturen? Wie können diese mit einer effektiven Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus verknüpft werden?

Um Antworten auf diese und weitere dringende Fragen für ein Gelingen der Energiewende in NRW geben zu können, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen der beteiligten Akteursgruppen. Wir freuen uns, dass sich diese Akteure nun zur „Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz“ zusammengefunden haben, um sich diesen Herausforderungen gemeinsam anzunehmen.

Kammern, Spitzenverbände, Wohnungswirtschaft, Landesverbände von Gewerkschaften, Umwelt-, Naturschutz-, Verbraucher- und Sozialverbände haben sich in NRWs erster „Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz“ zusammengeschlossen und Eckpunkte für eine Zusammenarbeit erarbeitet. Diese gemeinsame Stellungnahme wird die Grundlage einer weiterführenden Zusammenarbeit sein. Sie wurde durch Alexander Rychter (Direktor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.), Udo Sieverding (Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW) und Andrea Arcais (Geschäftsführer KlimaDiskurs.NRW) am 7.7.2016 in den Räumen des KlimaDiskurs.NRW der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Zusammenschluss wird organisiert durch den KlimaDiskurs.NRW, der die Gebäudeallianz ebenfalls bei der für die Oktober geplanten öffentlichen Veranstaltung unterstützen wird. Die gemeinsame Erklärung der Allainz finden Sie hier.

14. Juli 2016

Videos online: KLIMA.FORUM 2016 – Strukturwandel und Klimaschutz

Sie haben das diesjährige KLIMA.FORUM am 29. Februar verpasst oder wollen die Reden nachhören? Das Forum in der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf war mit knapp 400 Gästen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik wieder einmal gut besucht.

Die umfassende Video-Dokumentation unserer diesjährigen Großveranstaltung in der Turbinenhatte der Stadtwerke Düsseldorf ist online und kann auf unserem Youtube-Kanal abgerufen werden. Ein kurzer Einblick gibt Ihnen auch die zusammenfassende Video-Dokumentation hier. Wer neben dem Umweltminister Johannes Remmel ebenfalls auf der Bühne stand, können Sie im auch dem Programm auf unserer Homepage entnehmen.

14. Juli 2016

Blick in den CHEMPARK & CHEMPUNKT: GET.TOGETHER-Auftakt bei Currenta

Der KlimaDiskurs.NRW startet mit GET.TOGEHTER ein neues Format – exklusiv für Mitglieder. Ziel dieses vereinsinternen Formates ist der unverbindliche Austausch und ein lockeres Zusammenkommen. Den Auftakt machte am 5. Juli unser Mitglied Currenta (Chemieparkmanager und -betreiber) mit dem Team um Ekkehard Seegers.

Sie stellten zunächst ein mittlerweile erprobtes Projekt vor: Das Nachbarschaftsbüro CHEMPUNKT mitten in der Chemiepark-Kommune Dormagen ist ein Ort, der explizit als Anlaufstelle für die Nachbarn eingerichtet wurde.

Zudem hat das Unternehmen im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Umfrageinstitut Forsa Befragungen von Nachbarn und Multiplikatoren zur Akzeptanz durchgeführt und in Form eines Akzeptanzberichtes veröffentlicht, der auch online abrufbar ist. Beide Komponenten sind Teil eines umfassenden Konzeptes zugunsten der Industrieakzeptanz,  die für CURRENTA  als Chemieparkbetreiber von großer Bedeutung ist.

Der zweite Teil des GET.TOGEHTER führte schließlich in den Chempark, der mit rund 10.000 Mitarbeitern und 360 Hektar ein wichtiger Industriestandort für NRW ist. Von besonderem Interesse waren für die teilnehmenden KlimaDiskurs-Mitglieder der Umgang mit zeitweilig ungenutzten Flächen und der entstehenden Flora und Fauna bis hin zur Gelände eigenen Müllverbrennungsanlage, deren Abwärme zur Energiegewinnung genutzt wird.

In unregelmäßigen Abständen soll das informelle GET.TOGETHER nun jährlich in den Räumen des KlimaDiskurs.NRW oder bei einem einladenden Mitglied stattfinden. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bedanken bei Ekkehard Seegers und seinem Team!

14. Juli 2016

Jetzt anmelden: KLIMA.SALON zu energieintensiven Industrien

Energieintensive Industrien: Teil des Problems oder Teil der Lösung für eine gelingende Energiewende und Klimaschutz in NRW?

Datum: 07.09.2016 | Zeit: 16.00 – 19.00 Uhr | Ort: Mercatorhalle Duisburg im CityPalais, Landfermannstraße 6, 47051 Duisburg
Hier geht´s zur Anmeldung und zum Programm.

Der erste KLIMA.SALON in diesem Jahr hat mit Vertretern der Stahl-, Aluminium- und Chemieindustrie solche Branchen im Fokus, die besonders viele CO2-Emissionen erzeugen und Energie benötigen, gleichzeitig aber wichtige Grundstoffe für die Energiewende herstellen. Die Diskussion wird bereichert durch VertreterInnen aus Wissenschaft, NGOs und Politik.

14. Juli 2016

Save-the-date: KLIMA.WERKSTATT zu neuen Mobilitätsformen (8.11.16)

Die KLIMA.WERKSTATT beschäftigt sich in diesem Jahr mit neuen Mobilitätsformen, abseits der Fokussierung auf den bloßen Zuwachs von Elektroautos. Wir wollen den Blick auf eher urbanere Mobilitätskonzepte legen und werden daher vor allem VertreterInnen von Stadtwerken zu Wort kommen lassen.

 

 

Wie stellen sie sich intermodale Mobilität in ihrer Stadt vor? Wie kann der öffentliche Nahverkehr um- und ausgebaut werden, um zukunftsfähig zu sein? Welche Techniken werden in diesem Bereich schon erprobt, die die Emissionen und den Städten weiter senken? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in mehreren Workshops mit ExpertInnen nachgehen.


Weitere Informationen erhalten Sie im nächsten Newsletter oder auf unserer Homepage.


Datum: 08.11.2016 | Zeit: 10.00 – 16.00 Uhr | Ort: LVR-Industriemuseum, Hansastraße 18, 46049 Oberhausen

14. Juli 2016

Und sonst? Interessantes rund um den Klimaschutz in NRW

Kick-off der Climate Group

 

Klima.Expo NRW: Fortschrittsmotor Klimaschutz 2016

 

Carbon2Chem-Projekt gestartet

 

 

Kick-off der Climate Group
„States & Regions driving the energy transition“ war Titel und Schwerpunkt der Auftaktveranstaltung der Climate Group am 25.05.16 in Düsseldorf. Ziel war etwa die Energy Transition Plattform vorzustellen, die mit Blick auf Innovationen gegenseitiges Lernen und Know-How-Vermittlung zwischen solchen Regionen in NRW bieten soll, die besonders durch energieintensive Industrien geprägt sind. „The Climate Group" arbeitet zusammen mit dem Land NRW und wird von der Stiftung Mercator gefördert. Der KlimaDiskurs.NRW steht dem Projekt als Partner beratend zu Seite, um Erfahrungen in der Organisation und Entwicklung von Diskursen zwischen Akteuren mit unterschiedlicher Interessenlage einzubringen. Aktuelles gibt es hier.

Klima.Expo NRW: Fortschrittsmotor Klimaschutz 2016

Bei der gut besuchten Jahresveranstaltung der Klima.Expo NRW am 24.06. in Düsseldorf wurden in diesem Jahr 12 "Vorreiter und Schrittmacher" als wegweisende lokale und regionale Klimaschutzprojekte ausgezeichnet. Die Projekte können auf der Homepage eingesehen werden, ebenso wie Impressionen der Veranstaltung.

Industrie & Klimaschutz der Zukunft: Projekt Carbon2Chem

Gefördert durch die Wissenschaftsministerien des Bundes und aus NRW haben sich 17 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zu einem außergewöhnlichen Forschungsprojekt zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Abgase der Hochöfen in Vorprodukte für Kraftstoffe, Kunststoffe oder Dünger umzuwandeln. Der dafür benötigte Wasserstoff soll mit Überschussstrom aus erneuerbaren Energien produziert werden. Partner sind etwa ThyssenKrupp sowie das Fraunhofer UMSICHT aus Oberhausen.

14. Juli 2016

Mitglied werden

Der KlimaDiskurs.NRW will und muss wachsen. Der Verein soll in sich selbst so plural sein, wie das gesellschaftliche Feld, in das hinein er wirken will. Deshalb braucht der KlimaDiskurs.NRW alle. Ob Energiebranche – darunter große und kleine Erzeuger aus regenerativen und konventionellen Energiequellen –  ob chemische oder energieintensive Industrie, Handwerk, Dienstleister oder Händler, ob Kommunen oder Kreise, ob Initiativen oder Verbände und Vereine, die eine Rolle in der Entwicklung und Umsetzung der Klimaschutzpolitik spielen oder spielen wollen. Zum Mitgliedsantrag geht es hier.

 

 

14. Juli 2016

KlimaDiskurs – das Blog

Für das KlimaDiskurs-Blog wünschen wir uns eine wachsende Zahl von Autorinnen und Autoren, die von den Aktivitäten berichten, die KlimaDiskurs.NRW anstößt. Im Blog sollen aber auch Entwicklungen rund um Klimaschutz, Energiewende, Industrie- und Energiepolitik beschrieben, kommentiert und - ganz dem Diskurs verpflichtet - zur Diskussion gestellt werden. Hier geht es zum Blog.

 

 

Archiv

10. Dezember 2015

Ein dynamisches 2015

Der KlimaDiskurs.NRW e.V. schaut auf ein sehr dynamisches Jahr 2015 zurück. Die öffentlichen Diskurse - KLIMA.FORUM im März, zwei KLIMA.SALONS im September, KLIMA.WERKSTATT im November - fanden allesamt sehr guten Anklang. Die Planungen für das nächste Jahr sind in vollem Gange.

Die Einladung zum Mitwirken wird angenommen - immer häufiger

Das Besondere am KlimaDiskurs.NRW konnten wir auf dem diesjährigen KLIMA.FORUM mit dem Titel „Wenn nicht in NRW, wo dann? Klima schützen - Industriestandort erhalten" zeigen: Das Mitwirken vieler Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen und Branchen in Nordrhein-Westfalen, aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie Diskurse, die ergebnisoffen und auf Augenhöhe geführt werden.

Der KlimaDiskurs.NRW lädt die verschiedenen Akteure nicht nur als Gesprächspartner und Teilnehmer der öffentlichen Diskurse ein. Unser Ziel ist es auch, aus Diskurspartnern Mitglieder des Vereins zu machen. Dabei geht es uns allerdings nicht in erster Linie um Mitgliedsbeiträge, sondern darum, den Diskurs vielfältig zu gestalten. Der KlimaDiskurs.NRW kann als Diskursplattform dann gut funktionieren, wenn so viele Akteure wie möglich aus allen gesellschaftlichen Bereichen und Unternehmen der verschiedenen Branchen als Mitglieder die Agenda mitbestimmen und innerhalb des Vereins miteinander ins Gespräch kommen.

Auf diesem Weg sind wir 2015 einige Schritte vorangekommen: Mit dem Chemieparkbetreiber CURRENTA GmbH & CO OHG gehört das erste Industrieunternehmen dem KlimaDiskurs.NRW an. Auch die zu Beginn des Jahres noch kleine Riege der Stadtwerke und anderer VKU (Düsseldorf, Erkrath und AVU EN) hat Zuwachs erhalten. Wir freuen uns über die neuen Mitglieder, die Stadtwerke Bielefeld, Wuppertal, Energieversorgung Oberhausen EVO, die Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr (an der neben der EVO auch die kommunalen Unternehmen STEAG Fernwärme GmbH und die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH beteiligt sind) dem sich im November der NRW-Spitzenverband der kommunalen Unternehmen, der VKU NRW als Mitglied hinzugesellt hat.

Die Rolle der Stadtwerke in der Energiewende - ein Thema über 2015 hinaus

Dass sich in diesem Jahr einige Stadtwerke und VKU entschieden haben, Mitglied des KlimaDiskurs.NRW zu werden, steht auch im Zusammenhang mit unserer Themenwahl der vertraulichen Gespräche einer KLIMA.LOUNGE sowie der KLIMA.WERKSTATT am 9. November. Hier ging es um die Frage, wie und unter welchen ökonomischen wie auch politischen Umständen Stadtwerke und kommunale Unternehmen ihre Rolle als strategisch wichtige Akteure in Nordrhein-Westfalen und in der Energiewende wahrnehmen können.
Zur Dokumentation gelangen Sie hier.


Selbstverständlich ist das Thema mit diesen beiden Veranstaltungen nicht vom Tisch - im Gegenteil. Wir beim KlimaDiskurs.NRW werden mit unseren Mitgliedern aus den kommunalen Unternehmen und allen anderen Mitgliedern wie auch weiteren Diskurspartnern erörtern, in welcher Weise das Thema weiterzuverfolgen ist.

Gebäudeallianz NRW für Klimaschutz

Da das Thema der energetischen Sanierung im Gebäudebestand sowie die Fragen nach Lösungen energetischer Effizienz wichtige Themen sind, ist es besonders erfreulich, dass in diesem Jahr auch zwei Verbände den Weg zum KlimaDiskurs.NRW gefunden haben: die in den Diskussionen wichtigen Akteure Deutscher Mieterbund NRW und der Verband der Wohnungswirtschaft VdW Rheinland Westfalen.

Gemeinsam haben wir zu Beginn des Jahres ein Netzwerk organisiert, dass sich zum Ziel gesetzt hat, die energetische Gebäudesanierung, das energieeffiziente Bauen und quartiersbezogene Lösungen zu befördern. Dieses Netzwerk trägt den Namen GEBÄUDEALLIANZ NRW FÜR KLIMASCHUTZ und wird von KlimaDiskurs.NRW koordiniert. Ihm gehören neben unseren Mitgliedern NABU, BUND, DGB NRW, Verbraucherzentrale NRW, Deutscher Mieterbund, Verband der Wohnungswirtschaft VdW Rheinland-Westfalen auch die Architektenkammer NRW, die Ingenieurkammer Bau NRW und die Handwerkskammer an.

10. Dezember 2015

KLIMA.WERKSTATT 2015 – Stadtwerke in der Energiewende

Am 9. November wurde im Industriemuseum Alte Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen über die Rolle der Stadtwerke in der Energiewende diskutiert. Eine Podiumsdiskussion und sechs Workshops gaben den rund 120 Besuchern die Gelegenheit, sich mit Stakeholdern aus den Umweltverbänden und der Verbraucherzentrale sowie mit Vertretern aus Kommunen, Unternehmen und Verbänden auszutauschen. Eine umfangreiche Dokumentation der Workshops und der Podiumsdiskussion finden Sie auf unserem Youtube-Kanal. Zur Bildergalerie geht es hier.

 

 

10. Dezember 2015

KLIMA.SALON "INDUSTRIE - INNOVATION - KLIMASCHUTZ"

Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen fand am 26. September der zweite unserer KLIMA.SALONS statt. Über das Spannungsfeld zwischen Industrie, Innovation und Klimaschutz diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Gewerkschaften mit dem Publikum. Die Dokumentation können Sie an dieser Stelle abrufen. Zur Bildergalerie gelangen Sie hier.

 

 

10. Dezember 2015

KLIMA.SALON "Energetische Sanierung und Klimaschutz"

Aus einer unserer Veranstaltungen im Jahr 2014 entstand der Wunsch mehrerer Teilnehmer, das Thema „Energetische Sanierung und Klimaschutz“ nochmals aufzunehmen und dessen verschiedene Facetten zu diskutieren.
Deshalb nahm der erste KLIMNA.SALON im Jahr 2015 dieses Thema nochmals auf und lud am 3. September zur Diskussion in die Deutsche Welle nach Bonn ein. Die Dokumentation der Veranstaltung kann hier angesehen werden. Der Zugang zur Bildergalerie ist über diese Stelle erreichbar. 

15. Juli 2015

Für Unternehmer: „Neue Energie für die Wirtschaft in NRW“

Die Energiewende bietet enorme Chancen; für Unternehmen bringt sie allerdings auch eine Reihe an Herausforderungen mit sich. Gerne weisen wir Sie auf eine interessante Veranstaltung hin: Der LEE NRW, Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V., gibt genau dazu Informationen und die Möglichkeit, mit Fachleuten zu diskutieren, welche Lösungen für Ihr Unternehmen oder Ihre Partner erfolgversprechend sein können.

„Neue Energie für die Wirtschaft in NRW“
am 20. August 2015 in der WGZ BANK Düsseldorf

 

In vier Foren werden Akteure aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen über den Einsatz Erneuerbarer Energien für die eigene Strom- und Wärmeversorgung sowie über die Vorteile von Elektromobilität und einer gesteigerten Energieeffizienz informiert. Neben aktuellen rechtlichen, finanziellen und wirtschaftlichen Fragen stehen dabei mögliche Lösungskonzepte für Unternehmen sowie Best-Practice-Beispiele im Vordergrund.

 

Die Themen der Foren:
•    Unternehmerische Eigenversorgung mit Strom
•    Neue Logistikkonzepte mit Elektromobilität
•    Intelligente Wärmeversorgung für Unternehmen
•    Steigerung der Energieeffizienz

 

Mit der EnergieAgentur.NRW unterstützt ein starker Partner die Veranstaltung. Der Unternehmertag endet vor Beginn des traditionellen LEE-Sommerempfangs, bei dem das landesweite Netzwerk aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Verbänden zusammenkommt.

 

Mehr Informationen: www.lee-nrw.de
Zum Programm und zur Anmeldung geht es hier.

 

 

17. Juni 2015

Das Magazin

Eine interessante Lektüre für alle, die sich über die Arbeitsschwerpunkte 2015, die Aufgaben, Ziele und das Leitbild des KlimaDiskurs.NRW informieren möchten. Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe des Magazins als Download:

17. Juni 2015

Mitgliederversammlung 2015

Rund 50 Prozent der Mitglieder folgten am 1. Juni der Einladung des KlimaDiskurs.NRW zur jährlichen Mitgliederversammlung und diskutierten die Entwicklung des Vereins, das Arbeitsprogramm für das zweite Halbjahr 2015 und beschlossen einige Satzungsänderungen. Vorstandswahlen standen in diesem Jahr nicht an. So konnten sich die Mitglieder auf inhaltliche und organisatorische Fragen konzentrieren.

KlimaDiskurs.NRW entwickelt sich gut und verbreitert sich
„Der Verein ist seit gerade einmal zwei Jahren aktiv und hat sich schon eine professionelle Präsenz erarbeitet“, konnte der Geschäftsführer Andrea Arcais konstatieren. Die Veranstaltungen der vergangenen Monate wurden alle sehr gut angenommen – sowohl was die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer betrifft, als auch deren Rezeption. KlimaDiskurs.NRW schafft es, kompetente Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Unternehmen zusammenzubringen und relevante Fragestellungen aufzugreifen: So steht etwa die Rolle der Stadtwerke in der Energiewende ebenso im Mittelpunkt wie das natürliche Spannungsverhältnis zwischen einer auf Klimaschutz orientierten Politik und dem Erhalt des Industriestandortes NRW.

 

Sowohl Unternehmen und Verbände aus der Industrie, wie der größte Chemieparkbetreiber in Nordrhein-Westfalen CURRENTA, der Verband der Chemischen Industrie NRW, der Deutsche Gewerkschaftsbund NRW und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie konnten ebenso in einen Diskurs eingebunden werden wie auch die Umweltverbände und Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen. Die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks gab sich beim diesjährigen KLIMA.FORUM ebenso die Ehre wie der Klimaschutzminister des Landes, Johannes Remmel.

 

Der erfolgreiche Aufbau der Diskursreihe geht aber mittlerweile auch einher mit der Verbreiterung der Mitgliederbasis. So halten die Stadtwerke Düsseldorf mittlerweile nicht mehr allein die Fahne im Verein hoch, die Stadtwerke Erkrath haben sich dazugesellt. Der Deutsche Mieterbund NRW trat ebenso ein wie der Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen. AVU aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis findet die Mitgliedschaft ebenso sinnvoll wie das Büro für Quartiersentwicklung in Wuppertal und der Landesverband Erneuerbare Energien NRW. „In den nächsten Wochen und Monaten erwarten wir auch Mitglieder aus der Industrie“, so Arcais.

 

2015 kommen wichtige Fragen auf den Tisch
Nach dem KLIMA.FORUM, das am 9. März fast 400 Interessierte in die Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf lockte, wurden Gespräche, die dort in den Diskussionsrunden ihren Ausgang nahmen, im kleineren Kreis und auch in vertraulichen Runden fortgesetzt.

 

Öffentliche Diskurse sind nun für den Herbst geplant. Diese Diskurse werden auch zeigen, wie weit der KlimaDiskurs.NRW gekommen ist:  mit seinem Vorhaben, noch mehr wichtige Akteure sowohl an den Diskussionsveranstaltungen zu beteiligen wie auch zum Mitwirken als Mitglieder zu werben.

11. März 2015

Das war das KLIMA.FORUM 2015

Die Jahreskonferenz des KlimaDiskurs.NRW bot unter dem Titel „Wenn nicht in NRW, wo dann? Klima schützen –  Industriestandort sichern“ ein interessantes und hochkarätig besetztes Programm. Von 10.00 bis 18.00 Uhr diskutierten am Montag, 9. März, 350 Fachleute und Entscheiderinnen und Entscheider aus Unternehmen, Verbänden, Politik, Kommunen, Gewerkschaften, Kirchen und anderen Organisationen. In den Diskussionen gab es häufig Konsens, aber ebenso Kritik und entgegengesetzte Positionen.

Wie unterschiedlich die Standpunkte, etwa die der Umweltverbände und die der Industrie, auch immer sind – wir vom KlimaDiskurs.NRW sind der Meinung, dass sich der Diskurs, auch der strittige, gelohnt hat. Denn wir sehen den Diskurs als ein gemeinsames Ringen um den bestmöglichen Weg und laden dazu gerade die Institutionen, Verbände und Unternehmen ein, die scheinbar weit voneinander entfernte Standpunkte vertreten.

 

Durch die drei Diskussionsrunden führte die Journalistin Judith Schulte-Loh. Neben der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks, Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, und den energiepolitischen Sprecherinnen und Sprechern der im Landtag vertretenen Parteien waren auf den Podien der DGB durch den Landesvorsitzenden Andreas Meyer-Lauber, die großen Umweltverbände, der Verband der Chemischen Industrie NRW, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, der Verband kommunaler Unternehmen NRW, das Wuppertal Institut und weitere Institutionen vertreten. Zur Begrüßung des KLIMA.FORUMs sprachen Thomas Geisel, der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, und Dr. Udo Brockmeier, der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Düsseldorf AG.

 

Der Erfolg zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: Hätten die Veranstalter alle Anfragen zur Teilnahme berücksichtigt, dann hätten die Stühle in der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf nicht annähernd gereicht. Rund 500 Anmeldungen gingen in den Wochen vor dem KLIMA.FORUM ein.

 

Im Anschluss an seine Jahreskonferenz lud der KlimaDiskurs.NRW e.V. zum Frühjahrsempfang ein. Auch diese Veranstaltung verstand sich als ein Netzwerktreffen, das den Austausch zu großen Trends und Entwicklungen des Klimaschutzes in Nordrhein-Westfalen befördern sollte.

11. März 2015

Ein Fazit zum KLIMA.FORUM 2015

Lesen Sie hier die Rede zur Jahreskonferenz von Dr. Klaus Reuter, Vorstandsmitglied des KlimaDiskurs.NRW.

Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem heutigen KLIMA.FORUM wollten wir zentrale Punkte der nordrhein-westfälischen und deutschen Energiewende ansprechen und diskutieren. Wie sind die Zielsetzungen einer nahezu CO2-freien Gesellschaft mit dem Industriestandort, sicheren Arbeitsplätzen und den global boundaries vereinbar? Welche Rolle spielen dabei die Kommunen und die kommunalen Stadtwerke zukünftig und wie sieht der industrielle Umbau unter solchen Zielsetzungen aus?

 

Wir haben nicht erwartet, dass wir am Ende des heutigen Tages im Konsens auseinandergehen, sondern dass offene Flanken der Energiewende offengelegt werden. Gezeigt hat die Diskussion, meines Erachtens, dass es kein Zurück mehr gibt – der Weg und die Schnelligkeit mit der wir handeln sollten, immer noch sehr umstritten ist und vielfach auch von übergeordneten Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

 

2015 wird dabei ein entscheidendes Jahr werden für den globalen aber auch regionalen Klimaschutz in NRW. Gespannt schauen wir auf den Aushandlungsprozess für die COP 21 in Paris und die Frage, ob wir es international schaffen, ein verbindliches neues Klimaschutzabkommen auf den Weg zu bringen. In NRW wird in Kürze der Klimaschutzplan durch die Landesregierung verabschiedet, der die Zielsetzungen des Klimaschutzgesetzes durch Maßnahmenpakete handhabbar machen wird. Aber auch die auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Herbst zu verabschiedenden „Sustainable Development Goals“ – global gültige Nachhaltigkeitsziele – und die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie werden Einfluss auf die Schnelligkeit des Wandels oder auch die Finanzierung von Maßnahmen haben.

 

Die Transformation wird kommen müssen, wenn wir uns vom 2°-Grad Ziel nicht verabschieden wollen, die Frage ist aber, ob wir dabei Treiber oder Getriebene sein wollen.

 

Ob wir nun von den Klimaschutzzielen NRW´s ausgehen, 80 Prozent bis 2050, oder den Zahlen des WGBU, 100 Prozent bis 2070, uns ist bewusst, dass die Zielsetzungen nur durch konsequentes Handeln ermöglicht werden können, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzumildern.

 

Und obwohl wir in Deutschland gegenüber vielen anderen Industrieländern und Schwellenländern bei den CO2-Emmisionen auf einem guten Weg sind, fragt man sich doch oftmals nach der Psychologie des Handelns.

 

Beim Klimaschutz und der Klimaanpassung sind aus meiner Sicht die Rationalitäten des Alltags außer Kraft gesetzt. Wenn bei Ihnen zu Hause die Badewanne überzulaufen droht, schütten Sie einen Eimer hinzu oder drehen Sie den Hahn zu und schöpfen Wasser ab? Wenn Sie auf ein Stauende auf der Autobahn zu fahren, überholen Sie und geben noch Gas oder bremsen Sie ab? Die Weltgemeinschaft hat zumindest Gas oder besser gesagt Fossile Energien gegeben, seit 1990 ist der weltweite CO2-Ausstoß von knapp 23 Mrd. Tonnen auf über 35 Mrd. Tonnen gestiegen.

 

Wenn wir also in NRW bis 2050 mit 80 Prozent weniger CO2 Ausstoß produzieren, leben, konsumieren, mobil sein wollen, bedarf es noch einiger Aushandlungsprozesse und verbindlicher Absprachen, die über reine Klimaschutzfragen hinausgehen. Einige davon haben wir heute bereits angesprochen:

  • Die Verträglichkeit des Ausbaus Erneuerbarer Energien mit Zielen der Biodiversität
  • Der Umbau der Arbeitswelt und der Produktionsstätten zum Erhalt des Industriestandortes
  • Den Einfluss von Kommunen bei einer dezentralen Energieversorgung

 

Wir werden aber auch um Fragen des Konsums, der sozialen Gerechtigkeit und einer Postwachstumsdebatte nicht herumkommen.

 

Und lassen Sie mich vielleicht auch noch Erfahrungen aus einem Klimapartnerschaftsprojekt mit nahezu 50 deutschen Städten und Partnerstädten aus Lateinamerika und Afrika einbringen, bei dem bilaterale Klimaschutzkonzepte erarbeitet und umgesetzt werden. Die „German Energiewende“ wird weltweit mit großer Aufmerksamkeit, manchmal mit ungläubigen Staunen, aber auch mit Respekt für unseren Mut beachtet.
Als KlimaDiskurs.NRW sehen wir gerade bei den strittigen Themen der Energiewende unsere Rolle, und die Resonanz auf unsere Veranstaltungen zeigt uns, dass wir auf keinem so schlechten Weg sind. Dafür, dass KlimaDiskurs.NRW noch keine zwei Jahre aktiv ist, sind wir mit unserer Arbeit schon eine beachtliche Strecke gegangen.

 

KlimaDiskurs.NRW hat einen politischen Auftrag, will Plattform sein, um im öffentlichen Raum (wie heute), aber auch im vertraulichen Diskurs Lösungswege vorzubereiten.

 

Wir wollen als KlimaDiskurs.NRW Motor des Dialogprozesses sein und  entscheidende Leute zusammenbringen. Für diesen Dialog benötigen wir ihr Wissen, ihre Expertise, ihr Geschick, ihre Dialogbereitschaft, ihr Durchhaltevermögen und natürlich auch ihre Mitgliedschaft!

 

Also – „be part of it“!

27. Februar 2015

Wenn nicht in NRW, wo dann? Klima schützen –  Industriestandort sichern

Hochrangige Rednerinnen und Redner werden sich an den Diskussionsrunden des diesjährigen KLIMA.FORUM,  der Jahreskonferenz des Klima.Diskurs.NRW, beteiligen. Sowohl Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, wie auch Johannes Remmel, Landesminister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, haben ihre Teilnahme zugesagt. Die ganztägige Veranstaltung findet am 9. März in der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf statt. 

Nordrhein-Westfalen nimmt als größtes Industrie- und Energieland Deutschlands in der nationalen Klima- und Energiepolitik eine Schlüsselfunktion ein und hat so das Potenzial, Klimaschutz mit dem Erhalt und der Weiterentwicklung des Industriestandortes zu verbinden. Entsprechend trägt das KLIMA.FORUM 2015 den Titel „Wenn nicht in NRW, wo dann? Klima schützen – Industriestandort sichern“.  

Drei Diskussionsforen widmen sich den Fragen: Wie können diese Entwicklungen ohne Strukturbrüche gestaltet werden? Welche Rolle spielen Städte, Gemeinden und deren Stadtwerke in der Energiewende? Was sind die Aufgaben, die auf diesem Weg zu lösen sind, und welche Konflikte müssen bewältigt werden? Durch die Diskussionen wird die Journalistin Judith Schulte-Loh führen. Neben der Bundesministerin, dem Landesminister und den energiepolitischen Sprecherinnen und Sprechern der im Landtag vertretenden Parteien sind auf den Podien der DGB durch den Landesvorsitzenden Andreas Meyer-Lauber, die großen Umweltverbände, der Verband der Chemischen Industrie NRW, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie, der Verband kommunaler Unternehmen NRW, das Wuppertal Institut und weitere Institutionen vertreten.

Dass die Fragen, denen wir uns während des KLIMA.FORUM stellen wollen, mehr sind als Phrasen, beweist die Resonanz im Vorfeld: Schon vor dem offiziellen Anmeldeschluss sind alle Plätze zur Teilnahme am KLIMA.FORUM 2015 vergeben! Gerne setzen wir Sie auf die Warteliste.

Mehr Informationen dazu und zum Programm finden Sie hier.

27. Februar 2015

Die Stadtwerke in der Energiewende

Die Energiewirtschaft erlebt zurzeit eine Phase des noch nicht dagewesenen Umbruchs. Die Energiewende mit Atomausstieg, CO2-Reduktion, Ausbau Erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz, aber auch Megatrends, wie Digitalisierung, Flexibilisierung und dem Wunsch der Bürger nach direkter Mitbestimmung und Transparenz in allen Entscheidungen, wirken auf die Energieversorgungsunternehmen. Für alle diese neuen Fragen müssen Antworten gefunden werden. Wo liegt aber die Rolle der Stadtwerke?

Ein Beitrag von Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender WSW Energie & Wasser AG, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe NRW

Vor allem Stadtwerke sind für die anstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Durch ihren integrierten Ansatz bestehen breit diversifizierte Geschäftsfeldportfolien, die Ergebnisbeiträge aus unterschiedlichen Bereichen gewährleisten. So sind die Erlöse von Netzgesellschaften durch die Anreizregulierungsverordnung sowie Erlöse von Wasserversorgern entweder durch das kommunale Abgabengesetz reguliert oder durch die kartellrechtliche Preisaufsicht überwacht, zwar voll reguliert und die Renditen gering aber relativ sicher. Ähnlich verhält es sich auch mit Abfallentsorgern. Die andere Seite bilden Erlöse durch Betätigung am Markt. Sinnvoll erscheint eine breite Diversifizierung auch im wettbewerblichen Bereich.

Die Zukunft der Energiewirtschaft ist dezentral. Schon der Trend der Energieerzeugung weg von Großkraftwerken hin zu Erneuerbaren Energien bedeutet die Schaffung einer viel kleinteiligeren Struktur mit einer Vielzahl von Parteien, die koordiniert werden müssen. Stadtwerke sind aufgrund ihrer Dezentralität und Regionalität ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende. Zugute kommen werden Stadtwerken aber auch die traditionell guten Kundenbeziehungen, die durch die langjährige Positionierung als lokaler Ver- und Entsorger sowie das grundsätzlich positive Image als umfassender Dienstleister für die Bürger entstanden sind. Allein die Tatsache, dass die überwiegende Anzahl der Anlagen am Verteilnetz angeschlossen werden, zeigt, dass Stadtwerke die Chance auf wichtige Funktionen bei der Sicherstellung des regulären Betriebs des Energiesystems haben werden.

Neben der Strom- und Wärmeerzeugung sind Stadtwerke seit vielen Jahren ein wichtiger Player im wachsenden Energiedienstleistungsmarkt. Sie bieten sowohl Privathaushalten als auch Geschäftskunden, wie Gewerbe- oder Industrieunternehmen, viele verschiedene Energiedienstleistungen an. Diese reichen von der Energieberatung, über die Einführung von Energiemanagementsystemen bis hin zu Contracting-Angeboten, unter anderem in den Bereichen Wärme, Druckluft oder Beleuchtung. Ziel ist, als ganzheitlicher Dienstleister für das Produkt Energie wahrgenommen zu werden. Die Entwicklung wird deswegen zukünftig auch in Richtung Angebote aus dem Bereich Smart Energies gehen. Erste Projekte zur Lastverschiebung bei Industriekunden wurden bereits gestartet.

Nach wie vor sind Stadtwerke in ihren angestammten Märkten mit hohen Marktanteilen vertreten. Gerade in Zeiten, in denen eine hohe Preistransparenz und das zunehmende Bewusstsein des Kunden für Energiemärkte die Anbieterwechsel steigen lässt, behaupten sich Stadtwerke im Wettbewerb. Die Kunden vertrauen Stadtwerken und entscheiden sich immer mehr bewusst dafür aus der Grundversorgung in Produktangebote zu wechseln. Damit zeigen diese Kunden aber auch, dass sie Entscheidungen über Energiebelieferungen nicht nur anhand des billigsten Angebotes treffen. Wichtige Kriterien für die Kaufentscheidung sind auch Vertrauen und ein Servicelevel, das von Discountern nicht angeboten werden kann.

Die Energieerzeugung wird in Zukunft volatiler und die Einsatzzeiten konventioneller Kraftwerke sinken. Da Strom zurzeit nur unzureichend speicherbar ist, muss jedoch trotzdem sichergestellt werden, dass zu jeder Minute und an jedem Tag ausreichend Strom zur Verfügung steht und die Versorgung gewährleistet ist. Das bedeutet, dass die Stromproduktion zukünftig flexibel sein muss. Dazu bedarf es auch in Zukunft konventioneller fossiler Anlagen: Der konventionelle Kraftwerkspark von ca. 80 Gigawatt muss fast unverändert vorgehalten werden.

Die Stadtwerke haben in der Vergangenheit in effiziente und flexible Kraftwerkskapazitäten, zum Beispiel Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen investiert. Diese können aufgrund des aktuellen Marktdesigns nicht wirtschaftlich betrieben werden, müssen in einem angepassten Marktdesign aber gesicherte Leistung bereitstellen und zur Versorgungssicherheit beitragen. KWK-Anlagen stellen Wärme und Strom bereit, sind effizient, klimafreundlich und deshalb ein elementarer Bestandteil der Energieversorgung von morgen. Insbesondere in der leitungsgebundenen Wärmeversorgung können KWK-Anlagen mit verhältnismäßig wenig Aufwand entscheidende Beiträge für den Klimaschutz leisten. Darüber hinaus reduziert die KWK mit Nutzungsgraden von über 90 Prozent kosteneffizient den Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen im Strom- und Wärmemarkt mit deutlichen Systemvorteilen für das gesamte Energiesystem in Deutschland.

KWK-Anlagen sind auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil eines Energiesystems mit stetig wachsendem Anteil Erneuerbarer Energien. Sie decken in Monaten mit hohem Wärme- und Strombedarf komplementär zu den Erneuerbaren Energien Lastspitzen ab und ergänzen über den gesamten Transformationsprozess der Energiewende die Erzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Fazit

Das Energiesystem der Zukunft wird dezentraler und erneuerbarer. Dafür braucht es intelligente Netze, neben den Erneuerbaren Energien möglichst flexible und CO2-arme Erzeugungskapazitäten sowie eine höhere Energieeffizienz. Dabei spielen Stadtwerke eine entscheidende Rolle – denn Dezentralität ist ihre Domäne. Mit ihrer klima- und umweltfreundlichen, lastnahen Erzeugung, dem sicheren Netzbetrieb und innovativen Energiedienstleistungsangeboten sind die Stadtwerke wichtige Träger und Treiber der Energiewende vor Ort.

Als energiewirtschaftlicher Mittelstand gestalten die Stadtwerke den Wettbewerb im Energiemarkt erfolgreich mit und sorgen für Anbietervielfalt: Gerade durch ihre regionale Verankerung kennen sie die Bedürfnisse ihrer Kunden und können ihnen passgenau Produkte anbieten.

Die kommunalen Versorger und die Energiewirtschaft insgesamt müssen sich auf die Kontinuität von politischen Entscheidungen verlassen können. Nur wenn die Energiewende sicher und zu vertretbaren Kosten gelingt, dann gibt es eine sichere, bezahlbare und klimaverträgliche Energieversorgung. Diese ist eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Prosperität gerade im Wirtschaftsstandort Deutschland.

27. Februar 2015

Energiewende als Wachstumsmotor - Interview mit Andreas Meyer-Lauber

Dass die Gewerkschaften die klimapolitischen Ziele unterstützen, betont Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW, im Interview. Vor allem könne die Energiewende für das Land Nordrhein-Westfalen ein Wachstumsmotor sein, wie Beispiele zeigen. Aber auch Zielkonflikte gibt es – etwa da, wo es um den Verlust von Arbeitsplätzen geht.

KlimaDiskurs: Was sind aus gewerkschaftlicher Sicht die Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende?

Die Energiewende ist aus unserer Sicht das vielleicht wichtigste industrie- und gesellschaftspolitische Projekt in diesem Land und in Europa für die nächsten Jahrzehnte. Der beschleunigte Klimawandel, wachsende Eingriffe in die natürliche Umwelt, all das kann nicht so weitergehen. Die Gewerkschaften unterstützen deshalb die klimapolitischen Ziele. Dabei kann es auch nicht nur um die Reform des Strommarktes gehen. Genauso bedeutsam sind eine echte Wärme-, Verkehrs- und Effizienzwende. Der DGB hat bereits Vorschläge vorgelegt.

KlimaDiskurs: Wie sind Sie mit dem bisherigen Umsetzungsprozess der E-Wende zufrieden?

Die Gewerkschaften haben immer betont, wie wichtig die Gestaltung des Transformationsprozesses ist. Als „Partei der Arbeit“ schauen wir natürlich besonders aus diesem Blickwinkel auf die bisherige Entwicklung. Die Energiewende wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie wirtschaftlich vernünftig und sozial gerecht umgesetzt werden wird. Die politischen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Hier liegt noch viel Arbeit vor uns. Die Debatte über ein neues Strommarktdesign ist derzeit in vollem Gange. Von der Richtungsentscheidung zur Gestaltung des künftigen Strommarktes wird abhängen, ob Energie für Unternehmen und Haushalte künftig sicher, sauber und bezahlbar zur Verfügung stehen wird. Doch es gibt noch viele weitere Baustellen. Für uns ist klar: Wir wollen einen ambitionierten Klima- und Umweltschutz. Dafür brauchen wir aber auch gute, zukunftsfähige Arbeitsplätze in wettbewerbsfähigen Unternehmen.

KlimaDiskurs: Kann das überhaupt zusammengehen?


Die Energiewende kann für das Industrieland NRW ein Wachstumsmotor sein. Wir sind ein starker Wissenschaftsstandort. Die Stahlindustrie liefert Plattformen für Windkraftanlagen, der Maschinenbau die Getriebe. Für den Leichtbau im Fahrzeugbereich brauchen wir die Aluminiumindustrie. Von der chemischen Industrie kommen die Dämmstoffe für die Gebäudesanierung. Viele Kommunen haben sich schon auf den Weg gemacht, da ist viel Kreativität unterwegs. Aber natürlich gibt es Zielkonflikte. Wenn Beschäftigte bei den großen Energieerzeugern und bei vielen Stadtwerken sehen, dass ihre Arbeitgeber Millionenverluste produzieren, dann erfüllt sie das natürlich mit Sorge um den Arbeitsplatz. Und die Verunsicherung trifft ja noch mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, bei den Zulieferern der Kraftwerksbetreiber, bei den Verkehrsbetrieben und im Dienstleistungsbereich. Vor der jüngsten EEG-Reform gab es schlimme Befürchtungen für die energieintensive Industrie, die so dank der intensiven Zusammenarbeit von Akteuren aus NRW nicht eingetreten sind. Aber niemand weiß, was nach 2017 kommen wird. Deshalb sagen wir, wir brauchen einen gerechten Übergang und positive Perspektiven für alle und fordern das von der Politik auch ein.

KlimaDiskurs: Wo erkennen Sie Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Wachstum in NRW?

Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung werden wir nicht erreichen, wenn wir immer die gleichen Dinge tun und immer auf die gleiche Weise. Dabei geht es nicht nur um technologische, sondern auch um soziale Innovationen, die das Leben der Menschen besser machen. Wir brauchen mehr private und öffentliche Investitionen in nachhaltigen Wachstumsfeldern, mit konkretem Nutzen für die Menschen und die Umwelt. Die Energiewende, um bei dem Beispiel zu bleiben, ist ein High Tech-Projekt. Voraussetzungen für den Erfolg sind technologische Leistungsfähigkeit, qualifizierte, und motivierte Beschäftigte und hochwertige Produkte, aber natürlich auch eine Nachfrage im In- und Ausland, die uns diese guten Produkte und Dienstleistungen abkauft.

KlimaDiskurs: Zum Schluss, Herr Meyer-Lauber, wo erkennen Sie heute schon Positivbeispiele im Land?

Es gibt natürlich die großen Beispiele, wie die Idee, die Stollen ehemaliger Zechen im Ruhrgebiet als Pumpspeicherkraftwerke zu nutzen oder das „Carbon2Chem“-Projekt von Thyssen-Krupp, die Vision eines nahezu CO2-freie Stahlwerks. Faszinierende Vorhaben. Es gibt zudem zahllose kleinere lokale Erfolgsgeschichten, die viel zu selten bekannt sind. Unterm Strich muss aus gewerkschaftlicher Sicht aber immer die Bilanz stimmen – mehr gute Arbeitsplätze, leistungsfähige Unternehmen, ökologische Nachhaltigkeit. Dann kann NRW sogar zu einem Vorbild für Regionen mit ähnlicher Wirtschafts- und Sozialstruktur werden.

27. Feburar 2015

Neue Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim KlimaDiskurs.NRW

Heike Wassong unterstützt den KlimaDiskurs.NRW als Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist zuständig für die Konzeption der PR-Maßnahmen sowie für die Medienarbeit. In beiden Bereichen bringt sie langjährige Erfahrung aus verschiedenen Branchen mit. Sie war unter anderem in der Unternehmens- kommunikation von McKinsey&Company und der Novartis Pharma AG tätig, zudem arbeitete sie im Auftrag des ehemaligen Bundesministeriums für Forschung und Technologie im Bereich Ausstellungen und Messen.

 

 

16. Dezember 2014

Ausblick auf das Jahr 2015 – Die Diskurse haben Folgen

Ist der Diskurs als Methode an und für sich schon wichtiger Bestandteil der Arbeit des KlimaDiskurs.NRW, so ist unsere Arbeit doch auch darauf gerichtet, den Diskursen möglichst weitere Aktivitäten folgen zu lassen, um tatsächlich gemeinsames Handeln zu ermöglichen.

Dass dies nicht nur ein guter Vorsatz und ein hehres Ziel ist, zeigte sich im Verlauf der Diskussionen während der KLIMA.WERKSTATT zum Thema „Energetische Gebäudesanierung“, die am 30. Oktober unter Beteiligung u.a. von NRW-Bauminister Michael Groschek und dem Präsidenten des Deutschen Mieterbundes Lukas Siebenkotten in Düsseldorf stattfand. Am Ende der Konferenz konnte Josef Tumbrinck für den Vorstand des KlimaDiskurs.NRW ankündigen, dass der Verein in den nächsten Wochen zu Gesprächen einladen wird, um auch in Nordrhein-Westfalen eine „Allianz für Energetische Gebäudesanierung“ zu bilden. Ein solches Bündnis, bestehend aus Mieterbund, Umweltverbänden, Wohnungswirtschaft, Gewerkschaften und Baubranche, existiert bereits auf Bundesebene. Der KlimaDiskurs.NRW wird im neuen Jahr mit wichtigen Akteuren aus Nordrhein-Westfalen versuchen, dieses Thema auch für unser Bundesland stärker in den Blick zu nehmen.

16. Dezember 2014

Nach der Konferenz ist vor der Konferenz

Lima. Der Name der peruanischen Hauptstadt steht leider nicht für einen Durchbruch bei den Verhandlungen der internationalen Staatengemeinschaft auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen im Dezember 2015 in Paris. 

Aber wenn die Schwierigkeiten, zu verbindlichen Festlegungen zu kommen, eines gezeigt haben, dann die Notwendigkeit, die Differenzen und unterschiedlichen Interessen, die den Weg zu einem Nachfolgeabkommen von Kyoto versperren können, durch weitere Gespräche und Verhandlungen aus dem Weg zu räumen.

Michael Bauchmüller kommentierte dazu in der Süddeutschen Zeitung vom 15. Dezember u.a.: „(...) Die Konferenz in Lima, die anfangs von so vielen guten Nachrichten begleitet war, hat die schwierigen Fragen gnadenlos offengelegt. Für die Willigen unter den Staaten, allen voran die Europäer, schlägt jetzt die Stunde der Diplomatie. Sie werden Allianzen bilden müssen mit denjenigen, die unter einem Scheitern der Pariser Konferenz am meisten zu leiden hätten (...). Und sie werden weiter beweisen müssen, dass Klimaschutz und Wachstum nicht im Widerspruch stehen (...).“

Das liest sich nicht nur wie eine Aufgabenbeschreibung für einen Verein wie dem KlimaDiskurs.NRW, es ist tatsächlich unsere Aufgabe: Die (diplomatische) Plattform zu sein, um den Akteuren der wichtigsten Industrie- und Energieregion Europas die Möglichkeit zu bieten, Klimaschutz gemeinsam zu organisieren und dabei den Industriestandort Nordrhein-Westfalen nicht nur zu erhalten, sondern ihn weiterzuentwickeln und zu festigen.

16. Dezember 2014

Rückblick auf das Jahr 2014

In den vergangenen Monaten hat der KlimaDiskurs.NRW mit einer ganzen Reihe von hochkarätigen Veranstaltungen erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht. Im Kreis der Akteure, die für das Gelingen der Energiewende Verantwortung tragen und notwendig sind, hat sich der KlimaDiskurs.NRW Renommee erarbeitet.

Der KlimaDiskurs.NRW hat wichtige und strittige Themen aufgegriffen: Von der im wahrsten Sinne des Wortes „brennenden“ Frage nach der Zukunft des Braunkohletagebaus, der europäischen Dimension von Klimapolitik, der Frage nach der Transparenz für Kundinnen und Kunden mit Fernwärmeversorgung, über die zukünftige Gestaltung des Strommarktes, den Kosten für einen klimaschonenden Öffentlichen Personen-Nahverkehr bis hin zur Frage, welche sozialen Folgen für Mieter mit geringem Einkommen energetische Gebäudesanierungen haben. Und damit sind nicht alle Themen und Veranstaltungen aufgezählt, die der KlimaDiskurs.NRW seit dem März 2013 behandelt und organisiert hat.

Alle Diskurse hatten eine sehr gute Resonanz: Eine große Anzahl an Teilnehmenden, intensive und konstruktive Diskussionen und durchweg positive Rückmeldungen insbesondere auch durch Referenten.

LOBBY FÜR GEMEINSAMES HANDELN

Die Erfahrungen, die wir mit der konkreten Vereinsarbeit in den letzten Monaten sammeln durften, haben uns auch geholfen, unser Leitbild zu konkretisieren. Wir haben unseren politischen Auftrag, unsere Ziele und unsere Methode in einem kurzen Text beschrieben und aus ihm einen Slogan entwickelt, der deutlich macht, um was es beim KlimaDiskurs.NRW geht, wofür wir tätig sind: LOBBY FÜR GEMEINSAMES HANDELN.

Unser Leitbild formulieren wir so:

DAMIT KLIMASCHUTZ GELINGT...
müssen alle gemeinsam handeln: Unternehmen, Gewerkschaften, Vereine, Verbände, Initiativen, Regionen, Kommunen, Kirchen, Wissenschaft und Politik.

GEMEINSAMES HANDELN BRAUCHT VERSTÄNDIGUNG...
die mehr ist als ein Formelkompromiss. Dafür brauchen wir eine Plattform für Diskurse, in denen Interessengegensätze der Beteiligten nicht geleugnet werden.

DER KLIMADISKURS.NRW IST DIE PLATTFORM...
auf der strittige Themen des Klimaschutzes landesweit offen diskutiert werden. Darauf aufbauend werden gemeinsame Ziele und Handlungsschritte definiert.

DER KLIMADISKURS.NRW IST...
DIE LOBBY FÜR GEMEINSAMES HANDELN

16. Dezember 2014

Alice Berger verabschiedet sich

Nach eineinhalb spannenden und schönen Jahren werde ich Ende 2014 den KlimaDiskurs.NRW verlassen, um auf eine größere Reise zu gehen. Ich möchte mich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit, die wertvollen Gespräche und für Ihr Vertrauen bedanken. Die Nachfolge steht auch schon fest: Ab dem 1. Februar 2015 übernimmt Heike Wassong die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim KlimaDiskurs.NRW. Ihre Vorstellung folgt im neuen Jahr. Ich wünsche Ihnen alles Gute und sage „Auf ein Wiedersehen“. Alice Berger



16. Dezember 2014

Frohe Weihnachten…

…und viel Spaß beim Basteln.



30. Oktober 2014

EIN KONSTRUKTIVER PROZESS DER VERSTÄNDIGUNG

Zweite KLIMA.WERKSTATT in Düsseldorf

Rund 100 Teilnehmer diskutierten das Thema energetische Gebäudesanierung 

 

Rund 100 Teilnehmer begrüßte Andrea Arcais, Geschäftsführer des KlimaDiskurs.NRW e.V., bei der zweiten KLIMA.WERKSTATT am vergangenen Donnerstag (30. Oktober 2014) im Hotel Nikko in Düsseldorf. Gemeinsam Handeln: Energetische Gebäudesanierung neu denken war der Leitgedanke des Netzwerktreffens. Der KlimaDiskurs.NRW e.V. fungiert als unabhängige Plattform für Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen. Es ist das erklärte Ziel des parteipolitisch unabhängigen Vereins, im Diskurs gemeinsam Antworten auf klima- und energiepolitische Fragen zu geben sowie Kooperationen zu initiieren und zu gestalten. 

NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) verwies darauf, dass die von der Bundesregierung vorgegebene Steigerung der energetischen Sanierungsrate von jährlich ein auf zwei Prozent bislang nicht in Sicht sei. Es gebe ein „erhebliches Delta“ zwischen den nationalen Klimaschutzzielen und dem aktuellen Stand. „Deshalb muss das Land nun klimapolitische Akzente setzen, um die Zahl der energetisch sanierten Wohnungen deutlich nach oben zu treiben“, sagte Groschek. In NRW existierten rund 8,5 Millionen Wohneinheiten, von denen etwa sechs Millionen vor 1977 – dem Jahr der ersten Wärmeschutzverordnung – gebaut wurden. Der Sanierungsbedarf sei entsprechend hoch, allerdings seien auch die Gebäudeeigentümer bei dem Thema gefragt. „Dazu müssten die Technologien, die zur energetischen Sanierung genutzt werden, für den Bürger bezahlbar sein“, forderte der Minister und ergänzte: „Den Altbestand zu sanieren, wird die eigentliche Meisterleistung sein.“ NRW wolle eigene klimapolitische Akzente setzen, er sei gesprächsbereit. Ausdrücklich ermunterte er zudem die Anwesenden, aktiv zu sein, Ideen zu formulieren und Forderungen zu stellen.

 

Nach Ansicht von Ulrike Schell, Mitglied der Geschäftsleitung der Verbraucherzentrale NRW und Vorstandsmitglied des KlimaDiskurs.NRW e.V., geht es in der Diskussion um den Nutzen der energetischen Gebäudesanierung auch um eine Versachlichung des Themas. „Die Wärmedämmung hat ein Imageproblem“, sagte sie. Die Dämmung werde häufig als „schimmelfördernd“ oder als „reine Geldmacherei“ für die beteiligten Unternehmen dargestellt. 

 

Laut Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes, gibt es in Deutschland 41 Millionen Wohnungen, von denen etwa zwei Millionen leer stehen oder Ferienwohnungen sind. Von den übrigen 39 Millionen Wohnungen werden 23 Millionen vermietet – 9,1 Millionen davon von Kleinvermietern. Das Thema der energetischen Sanierung kreise deshalb stets um die Frage der Finanzierbarkeit. Deshalb sei es unerlässlich, Mieter und Vermieter in dieser Frage mitzunehmen. Bei der Finanzierung der energetischen Sanierung müsse sich der Bund mit einem Drittel der Kosten – zum Beispiel über Darlehen oder steuerliche Erleichterungen – beteiligen, der Rest sei auf Mieter und Vermieter zu verteilen. „Der Staat muss Anreize schaffen, damit die Bereitschaft zur energetischen Sanierung steigt“, sagte Siebenkotten und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die steuerlichen Rahmenbedingungen.    

 

Neben den Vorträgen gab es auch vier Workshops, in denen die Themen Gentrifizierung, Realisierung von und Kooperation zur Sanierung sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz kontrovers diskutiert wurden. „Es geht uns um mehr als um Veranstaltungsmanagement. Wir wollen alle relevanten Akteure zusammenbringen und gemeinsame Aktivitäten initiieren“, fasste Geschäftsführer Andrea Arcais zusammen. Deshalb sei der nächste Schritt, zeitnah alle Beteiligten einzuladen und im Dialog zu prüfen, die bereits auf Bundesebene bestehende Gebäude-Allianz auch im bevölkerungs-reichsten Bundesland zu etablieren. „Wir wollen einzelne Schritte formulieren, wie wir die Sanierungsrate erhöhen können, wie wir vorankommen. Das Ganze ist ein konstruktiver Prozess der Verständigung“, erläuterte Arcais. 

 

Der Bedarf für eine Sanierung der Gebäude sei da, bislang fehle es aber noch an der Akzeptanz unter den Gebäudeeigentümern, sagte der Vorstand des Vereins KlimaDiskurs.NRW, Josef Tumbrinck, am Ende der KLIMA.WERKSTATT. Deshalb sei es nötig, auch an Rhein und Ruhr eine solche Gebäude-Allianz zu gründen – ein Bündnis aus Politik, Initiativen der Wohnungswirtschaft, dem Verbraucherschutz, den Umweltverbänden, den Handwerkskammern, der Bauwirtschaft, den Architekten und der Wissenschaft. Nun gehe es auch darum, das Thema stärker in die Öffentlichkeit zu tragen und Gebäudeeigentümer davon zu überzeugen, dass energetische Sanierung sinnvoll ist.   

 

 

Der KlimaDiskurs.NRW e.V. wird auch die zweite KLIMA.WERKSTATT ausführlich dokumentieren und in Kürze auf dieser Website zur Verfügung stellen.

19. August 2014

MOBILITÄTSWENDE FÜR VERBRAUCHER/-INNEN

- Gastbeitrag von Martin Klug, Verbraucherzentrale NRW -

 

Markus Möglich und Erika Mustermann sind ziemlich mobil. Bei ihren fast dreieinhalb täglichen Wegen bringen sie einundvierzig Kilometer hinter sich und sind dafür fast eineinhalb Stunden unterwegs.

Die meisten ihrer Wege sind dabei ziemlich kurz, zwei Drittel sind kürzer als fünf Kilometer. Während sie ein Viertel zu Fuß und ein Zehntel mit dem Rad zurücklegen, nutzen sie bei mehr als der Hälfte das Auto - am Ende werden sie zwei ganze Jahre ihres Lebens darin verbracht haben. Sie fahren eigentlich ziemlich viel mit dem Auto. Gar zwei Drittel aller Kilometer, die sie sich bewegen, erfolgen am Lenkrad oder auf dem Beifahrersitz. Insgesamt werden die beiden immer mobiler. Man hat es kaum gemerkt, aber in den letzten zwanzig Jahren haben sich ihre Distanzen um ein Viertel verlängert. Markus Möglich und Erika Mustermann sind ziemlich mobil.


Die gestiegene Mobilität der Verbraucher/-innen bedeutet ohne Frage einen Zugewinn an Lebensqualität: Wir besuchen entfernte Verwandte und Freunde, machen Städtereisen über das Wochenende, nehmen weite Wege zu unserem täglichen Arbeitsplatz in Kauf und bewegen uns in unserer Freizeit in kürzester Zeit innerhalb einer Region, deren Durchquerung zu Fuß eine mehrtägige Wanderschaft mit sich bringen würde. Die gestiegene Mobilität hat jedoch auch ihren Preis: Fast ein Fünftel der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase entstehen im Verkehrsbereich. Doch nicht nur der Klimawandel, sondern auch die absehbare Endlichkeit des Erdöls, auf das 95 Prozent aller heutigen Transportleistung beruht, führen zu dem Schluss, dass sich die Art und Weise unserer Mobilität wandeln muss.


Drei Ansätze bilden die Orientierung für diese ‚Mobilitätswende‘: Erstens die Verbesserung bestehender Mobilitätskonzepte, zweitens die effizientere Nutzung der verbrauchten Ressourcen und drittens die Verschiebung von Verkehrsträgeranteilen vom stärker umweltbelastenden hin zum weniger umweltbelastenden Verkehr sowie zum Fahrrad- und Fußverkehr. Ob Fahrgemeinschaften zur besseren Auslastung des Autos, den Fernbussen als klimafreundliche Alternative zur Bahn, oder im Nahbereich Car- und Ridesharing, Bikesharing, Pedelecs, Longboards oder Segways - die Palette der Möglichkeiten hat sich in den letzten Jahren für die Nutzer/-innen deutlich erweitert, nicht zuletzt aufgrund des Einzugs des mobilen Internets via Smartphone und Apps. Die Folge: Mobilität bedeutet heute für Verbraucher/-innen bei der Verkehrsmittelwahl nicht mehr ‚Entweder-oder‘, sondern ‚Sowohl-als-auch‘ – sie wird mehr und mehr multi- und intermodal. In einer ‚Sharing Economy‘ werden Mobilitätsangebote genutzt, ohne Verkehrsmittel zugleich zu besitzen.


Die ‚Mobilitätswende‘ stellt uns vor drei Aufgaben: Erstens müssen wir darauf hinwirken, dass das ‚Grundbedürfnis Mobilität‘ als Teil der Lebensqualität und der Daseinsvorsorge von Verbraucher/-innen nicht eingeschränkt wird. Die Herausforderung zeigt sich z.T. im ländlichen Raum, wenn trotz demographischer Veränderungen ein hinreichendes Mobilitätsangebot aufrechterhalten werden muss. Sie zeigt sich aber auch in einer sozialpolitischen Dimension bei der Gruppe der sozial benachteiligten Verbraucher/-innen, wenn deren Mobilität eingeschränkt wird. Sind sie von ‚Mobilitätsarmut‘ betroffen und werden gar ausgeschlossen, so hat dies soziale Folgen hinsichtlich gesellschaftlicher Teilhabe.


Zweitens müssen Mobilitätskonzepte und Marktangebote sich hinsichtlich ihrer ökologischen Relevanz bewähren, damit der Wandel hin zu einer Mobilität erfolgt, die wirklich nachhaltiger ist. Die Normensetzung einer langfristig nahezu CO2-neutralen Mobilität erfordert zwangsläufig eine drastische Reduzierung der CO2-Emissionen. Hierbei stellt sich die Frage, welchen Beitrag neue Mobilitätskonzepte zu dieser Entwicklung leisten können.


Last but noch least bringt die zunehmende Technisierung und Virtualisierung der Gesellschaft eine Vervielfältigung an Mobilitätsoptionen und eine steigende Komplexität der Angebote mit sich. Dies zeigt sich bereits in der ‚Elektromobilitäts-Evolution‘ oder in der Diskussion um vernetzte Fahrzeuge im Sinne eines ‚Auto 2.0‘. Die Wahl des persönlichen ‚Mobilität-Mix‘ erfordert daher zunehmend Verbraucherkompetenz u.a. in der Entscheidungsfindung, im Umgang mit der Technik oder im Umgang mit persönlichen Daten.

19. August 2014

ELEKTROMOBILITÄT IN KOMMUNEN: IMMER NOCH EINE UTOPIE? Stadtwerke Düsseldorf haben ein realistisches Konzept
 

- Gastbeitrag von Michael Pützhofen, Stadtwerke Düsseldorf AG -

 

Für die Stadtwerke Düsseldorf ist diese Fragestellung längst Vergangenheit: Denn bereits seit 2008 ist Elektromobilität ein sehr reales Geschäftsfeld des Energieversorgers und wird in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens proaktiv vorangetrieben.

Mit zur Zeit über 40 Ladesäulen (mehr als hundert Ladepunkte)  im Versorgungsgebiet – und im Rahmen des aktuellen Projekts „E-Carflex Business“ sollen in diesem und  nächsten Jahr 30 weitere Ladesäulen im Stadtgebiet hinzukommen -  sowie entsprechendem ‚grünen‘ Ladestrom haben sich die Stadtwerke wahrnehmbar in der Öffentlichkeit positioniert. Diese Stromtankstellen sind fast ausnahmslos als halb-öffentliche Ladesäulen aufgestellt - und diese Ausprägungsform hat zu sehr positiven Erfahrungen geführt. Ergänzt werden die AC-Ladesäulen demnächst noch um DC-Schnellladesäulen. Damit verfügt Düsseldorf über die höchste Ladesäulendichte im halböffentlichen Raum in Nordrhein-Westfalen.


Wie sehr die „Vision Elektromobilität“ in den vergangenen sechs Jahren an Realität gewonnen hat, ist an der stetig wachsenden Nachfrage nach Lademöglichkeiten zu erkennen, da sich immer mehr Menschen für diese umweltfreundliche Form der urbanen Mobilität entscheiden und Elektroautos kaufen - insbesondere seitdem auch die deutschen Automobilhersteller in den Markt eingetreten sind.


Elektromobilität darf nicht verkürzt werden auf das E-Auto  - Elektromobilität ist vielmehr die Vernetzung von Infrastruktur, Klima- und Umweltschutz,  Fahrzeugtechnik, Batterietechnologie sowie Lade- und  Abrechnungssystemen. Die besten Voraussetzungen, dies umzusetzen bietet sich in den Kommunen, lässt sich doch hier die Verknüpfung von ÖPNV, E-Bikes, kleinen Nutzfahrzeugen, Flottenbetreibern und dem Elektro- oder Hybridantrieb am effektivsten erreichen.


Für die Kommunen ist Elektromobilität  ein wesentlicher Faktor für die Verbesserung der Lebensqualität - für die kommunalen Versorger bietet Elektromobilität die Chance, ihr Service- und Dienstleistungsangebot für die Kunden zu erweitern und gleichzeitig die Klimabilanz zu verbessern. Der Schlüssel zum Erfolg der neuen urbanen Mobilität liegt dabei in der Akzeptanz durch die Bürger und Bürgerinnen. Um diese Akzeptanz zu erreichen, muss die Praxistauglichkeit der (gar nicht so neuen) Technik den Menschen während der Jahre der Marktentwicklung immer wieder aufs Neue vermittelt  werden.
Mit einem solchen Ansatz kann die Vision einer CO2-freien Stadt Realität werden.

 

19. August 2014

SCHMUTZIGER STROM IN SAUBERE AUTOS?

- Gastbeitrag von Dirk Biesenbach, Rheinbahn AG -

 

Die Verkehrspolitik hat ein neues Lieblingsthema: Eine Million Elektro-Pkw sollen nach dem Willen der Politik bis 2020 auf deutschen Straßen rollen. Die Elektroautos sollen hierzu vom Staat mit erheblichen Mitteln gefördert werden. 

Dies ist nun nach der Wasserstoff/Brennstoffzellen-Euphorie und dem Biosprit-Hype der nächste Boom. Beim Benzin aus pflanzlichen Rohstoffen hat sich angesichts der Realität eine spürbare Ernüchterung breit gemacht und beim Wasserstoff ist es bei einer Handvoll extrem aufwändiger Einzelstücke geblieben. Nun sollen es in den nächsten Jahren eine Million Exoten mit Batterieantrieb in privater Hand sein.


Richtig und wichtig ist es, in alle Richtungen zu denken. Selbstverständlich gibt es auch einen Markt für Elektro-Fahrzeuge – es gibt ihn ja bereits heute. Aber ob es beim Privat-Pkw zur großen Trendwende kommt, darf getrost bezweifelt werden. Viele technische Fragen sind offen und die meisten Probleme, die sich rund um den massenhaften Einsatz des eigenen Au-tomobils ranken, sind durch die Antriebsart nicht zu lösen. Wir kennen die Problemfelder: der hohe Flächenverbrauch, die schlechte Energieeffizienz, Unfallgefahren, Konflikte mit einer lebenswerten Stadt, keine Verfügbarkeit für Jugendliche, Kinder und Senioren, weniger Begüterte, Menschen mit Handicaps und viele mehr. Dies ist ein generelles Problem dieser Art privater Fortbewegung - und mit Strom nicht zu lösen.


Ungeklärt sind auch zahlreiche Fragen rund um die Alltagstauglichkeit der E-Mobilität beim Auto: Woher kommt der Strom eigentlich? In einigen Jahren, wenn die eine Million Stromau-tos rollen sollen, sind noch viele alte Kraftwerke am Netz. Wie hoch sind die Verluste von der Quelle bis zur Batterie? Woher kommen die Rohstoffe für die Batterien? Wie lange halten sie? Was passiert im Winter, wenn zusätzliche Stromverbraucher im Fahrzeug mehr leisten müssen?


Um nicht missverstanden zu werden: Wir brauchen Forschung und Entwicklung! Aber bitte in alle Richtungen! Was ist mit den Potentialen durch Leichtbau? Wo bleiben die kleinen, spar-samen Benziner oder Gasmotoren, kleine, leichte Fahrzeuge, die gerne ganz anders aussehen dürfen als heutige Autos! Muss es immer ein Auto sein? E-Bikes boomen zur Zeit – und das ohne jede staatliche Förderung! Hier befördern 20 Kilo Fahrzeug 75 Kilo Mensch, das ist ein überzeugendes Verhältnis!


Und natürlich zu guter Letzt: Wir, die ÖPNV-Unternehmen, sind die Profis in Sachen E-Mobilität! Seit weit über hundert Jahren. Wir sind die Antwort auf Flächenknappheit, Barrie-refreiheit (ich meine hier nicht nur die Stufen, sondern die oben angesprochenen, gesellschaft-lich sehr wichtigen Aspekte!). Wir sorgen für Urbanität und damit für Lebensqualität. Wir sind die nachhaltige Antwort auf den Dauerstau, die Luftverschmutzung, den Klimawandel und die Ressourcenverknappung!


Die Politik ist auf dem Weg, viel Geld in eine falsche und einseitige Richtung zu geben, wäh-rend uns existenzielle Mittel vor allem auf dem Gebiet der Ersatzinvestitionen, aber auch für Zukunftsprojekte fehlen. Der sparsame Pkw, ganz gleich, welche Technik oder welcher Tech-nik-Mix dahinter steckt, braucht keine Förderung. Diese Frage entscheidet der Markt und sei-ne Kräfte. Das Auto der Zukunft finanziert sich bei überzeugendem Konzept alleine – eben durch seine Sparsamkeit!

 

Dies müssen wir der Politik mit auf dem Weg geben!

19. August 2014

Rückblick: KLIMA.SALON 03. Juli 2014

Unter der Überschrift „Alle(s) unter einen Hut. Gestaltung eines Strommarktdesgins von morgen“ beleuchteten Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im vergangenen KLIMA.SALON die Vor- und Nachteile der aktuell politisch diskutierten Modelle für einen zukünftigen Strommarkt und stellten sich den kritischen Fragen der rund 80 Teilnehmenden.  

Einführend in die Thematik stellte Dr. Sven Bode, Head of Research arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik, aus der Perspektive der Forschung die verschiedenen Szenarien dar, die sich aus der Implementierung der jeweiligen Marktmodelle (wie strategische Reserve, fokussierter Kapazitätsmarkt)  ergeben könnten. Ein Schwerpunkt war dabei die mögliche Herangehensweise im europäischen Kontext hinsichtlich Kapazitätsbedarf, Kapazitätsbeschaffung und „Regulatory Impact Assessment“.


Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, beleuchtete im Anschluss den aktuellen Stand der politischen Debatte und forderte eine Intensivierung der europäischen Kooperation in der gesamten Energiepolitik, nicht nur im Bereich des Strommarktes.


Im Anschluss an die politische Einordnung äußerten zwei Akteure aus der Praxis ihre Einschätzungen zum Thema Strommarktdesign. Aus Sicht der Umweltverbände argumentierte Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreises Energie und wissenschaftlicher Beirat beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), für das Modell eines integrierenden Flexibilitätsmarktes. Andreas Kuhlmann, Geschäftsbereichsleiter Strategie & Politik beim Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e.V., plädierte hingegen für den Erhalt des derzeitigen Energy-Only-Marktsystems und forderte vor dem Hintergrund der Verortung von mehr als 40 Prozent aller konventionellen Kraftwerkskapazitäten in Nordrhein-Westfalen eine baldige eindeutige Positionierung der politischen Eliten des Bundeslandes.

 

Im Rahmen einer abschließenden Publikumsdiskussion diskutierten die Teilnehmenden mit den Referenten – insbesondere vor dem Hintergrund der EEG-Reform – wie Umweltverträglichkeit und eine für den Verbraucher finanzierbare Versorgungssicherheit der Stromversorgung bei gleichzeitiger Garantie von Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft gewährleistet werden können.

19. August 2014

Erste KLIMA.LOUNGE

Am 7. August 2014 veranstaltete der KlimaDiskurs.NRW seine erste KLIMA.LOUNGE. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der RWE Power AG, BUND NRW, IG BCE Nordrhein und weitere Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen zu einem offenen Dialog über aktuelle Fragen.

16. Juli 2014

"Energy in the City"-Tour

30 Städte in mehr als zehn Wochen: Bei der „Energy in the City“-Tour stellt die Verbraucherzentrale NRW ihre Expertise in Energie- und Klimafragen zur Verfügung und zeigt, wie bereits kleine Umstellungen den Alltag umweltfreundlicher und kosteneffizienter machen können. 

Der Startschuss für die landesweite Initiative fällt am 18. Juli 2014 in Begleitung von NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Münster. An zentralen Punkten in dreißig verschiedenen Städten schlagen dann die Energieexperten der Verbraucherzentrale NRW in den folgenden Monaten ihre Zelte auf. Auch die EnergieAgentur.NRW ist an einigen Terminen mit von vor Ort und informiert über die Aktion Holzpellets, den Wärmepumpen-Marktplatz sowie die Kampagne KWK und Photovoltaik. Gefördert wird die Klimaschutztour im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Klimaschutz und Energiewende konkret“ vom Land Nordrhein-Westfalen und der EU. 

 

An Ratschlägen für den persönlichen Beitrag zum Klimaschutz mangelt es zwar nicht, doch ist für die Verbraucherin/den Verbraucher der konkrete Nutzen einzelner Maßnahmen nicht immer unmittelbar ersichtlich. Hinzu kommt, dass trotz Bewusstsein und grundsätzlicher Bereitschaft zum Wassersparen oder Steckerziehen routinierte Lebensgewohnheiten einer Umsetzung im Wege stehen. 

 

Dass Energieeffizienz im Haushalt möglich ist und auch kleine Umstellungen bereits erhebliche Auswirkungen haben können veranschaulicht die „Energy in the City“-Tour anhand zahlreicher Mitmachaktionen. Sie haben Fragen zur Energieerzeugung durch Solaranlagen, zu Gebäudesanierungsmaßnahmen, oder zu möglichen individuellen Förderprogrammen? Ob aus persönlichem Interesse an Erneuerbaren Energien und Klimaschutzaspekten oder im Hinblick auf die Realisierung entsprechender Maßnahmen rund ums eigene Haus, die kostenlose und persönliche Beratung der VZ-Mitarbeiter kann jeder in Anspruch nehmen.

 

Wann die „Energy in the City“ zu Gast in Ihrer Stadt ist, erfahren Sie auf der Homepage der Verbraucherzentrale NRW. 



Hintergrund:

www.enob.info/de/schule-2030 

23. Juni 2014

EINE ERFOLGREICHE ENERGIEWENDE BRAUCHT DEN DISKURS

- Gastbeitrag von Herrn Dr. Klaus Kordowski, Stiftung Mercator - 

 

Die Stiftung Mercator setzt sich in ihrem Themencluster Klimawandel für eine effektive Minderung von Treibhausgasemissionen ein. Mit einer erfolgreichen Energiewende kann Deutschland seiner internationalen Verantwortung für den Klimaschutz gerecht werden und andere Nationen zum Umsteuern motivieren.

Eine ökologisch und ökonomisch erfolgreiche Energiewende in Deutschland ist der zentrale Hebel zum Erreichen der ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung und hat darüber hinaus eine Signalwirkung – sowohl auf der europäischen als auch der globalen Ebene. Wir sehen den Umbau des Energiesystems als Herausforderung, die nur als ein gesamtgesellschaftliches Projekt gelingen kann, an dem alle relevanten Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mitwirken müssen.

 

Aus diesem Grund initiiert und fördert die Stiftung Mercator unter anderem Projekte, die einen akteursorientierten Ansatz verfolgen und darauf setzen, Interessenskonflikte zielgerichtet zu identifizieren, um auf dieser Basis fundierte Lösungsoptionen zu beschreiben. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die Förderung des KlimaDiskurs.NRW: Als unabhängiges Forum trägt die Initiative dazu bei, gesellschaftliche Gruppen mit zum Teil unterschiedlichen Interessen und Perspektiven zusammenzubringen. Diese werden konstruktiv erörtert, um so tragfähige Lösungsoptionen aufzuzeigen und auf diese Art und Weise den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen mitzugestalten. 

 

Die verschiedenen Veranstaltungsformate des KlimaDiskurs.NRW adressieren hoch relevante Themenfelder und versprechen, Impulse für die weitere Umsetzung der Klimaschutzambitionen NRWs zu setzen. So wird im kommenden KLIMA.SALON am 3. Juli mit dem Thema Strommarktdesign eine der zentralen Fragen der Energiewende diskutiert. Die ungenügende Passfähigkeit des bisherigen Strommarkts für ein System, welches zu immer größeren Teilen auf Erneuerbaren Energien basiert, erfordert neben technischen Innovationen vor allem neue Ansätze der Marktgestaltung. Ein sorgfältiger Diskurs über die komplexen Wechselwirkungen im Strommarkt wie auch verschiedene Geschäftsinteressen muss Grundlage hierfür sein. 

 

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23. Juni 2014

INFORMIEREN - BERATEN - FÖRDERN 

- Gastbeitrag der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen - 

 

Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen wurde 2001 von der Landesregierung NRW gegründet, um eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 21 zu unterstützen. Klimawandel und Klimaschutz spielen dabei eine immer größere Rolle.

Die Stiftung unterstützt gemeinnützige Organisationen durch Projektberatung und -finanzierung. Sie fördert Projekte zu Umweltbildung, Klima- und Umweltschutz und Ressourcenschonung, zur entwicklungspolitischen Bildung und Information, zum interkulturellen und globalen Lernen und zum Fairen Handel. Die Projekte müssen sich an Menschen in Nordrhein-Westfalen richten. 

 

Stiftungsratsvorsitzende ist die Ministerpräsidentin des Landes Hannelore Kraft. Vorsitzender des Vorstandes ist der ehemalige Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. h.c. Alfred Buß. Ihre Mittel erhält unsere Stiftung aus Steuermitteln des Landes und aus Lotterie-Erlösen, die uns jährlich auf der Grundlage von Haushaltsentscheidungen des Landtages zur Verfügung gestellt werden. Seit 2001 wurden aus diesen Geldern über 800 Projekte mit insgesamt etwa 41 Millionen Euro unterstützt. 

Die Arbeit des KlimaDiskurs NRW fördern wir mit rund 560.000 Euro. Die Höhe der Summe macht zweierlei deutlich: Der Klimaschutz ist für uns eine Aufgabe mit herausragender Bedeutung, und wir halten es für entscheidend, dass in dem Projekt Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam nach Lösungen suchen.

 

Das starke gesellschaftliche Interesse am Klimaschutz spiegelt sich auch in anderen von uns geförderten Projekten wider. Studien zur Klimaschutzfinanzierung oder zu den sozialen Auswirkungen des Klimawandels in Südamerika gehören ebenso dazu wie die Kampagne „Köln spart CO2“ oder die Entwicklung von pädagogischen Materialien für Kitas und Schulen. 

 

Ein weiteres Angebot unserer Stiftung ist die Ausstellung „Klima–Wandelt“. Sie bietet – illustriert durch Fotos – aktuelle Informationen zum Klimawandel und zu seinen Folgen. Nichtregierungsorganisationen, Schulen und andere Institutionen in NRW können die Ausstellung kostenlos ausleihen.

 

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23. Juni 2014

Rückblick: KLIMA.SALON 27.03.2014

Im Rahmen des letzten KLIMA.SALONs mit dem Titel „Gefangener Kunde? Der Fernwärmemarkt aus Verbrauchersicht“, diskutierten Experten mit rund 90 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft, wie die Fernwärme ihr Potenzial realisieren kann und welche Rahmenbedingungen für mehr Wettbewerb, erhöhte Transparenz und verbesserte Kundenfreundlichkeit notwendig sind. 

Zu Beginn  führte Dr. Mathias Sandrock, Geschäftsführer des HIR Hamburg Institute of Research gGmbH, in das Thema ein, indem er insbesondere auf die Potenziale der Fernwärme für die Energiewende einging. Dieter Wolff, Professor im Fachbereich Versorgungstechnik der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, beleuchtete die Energieeffizienz von Fernwärmenetzen und stellte beides kritisch gegenüber. Im Anschluss an die  wissenschaftlichen Einordnungen, legten zwei Akteure aus der Praxis ihre Einschätzung zum Thema dar. Udo Wichert, Sprecher der Geschäftsführung der STEAG Fernwärme GmbH, betonte die Relevanz der Fernwärme für NRW. Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie bei der Verbraucherzentrale NRW, äußerte sich aus Verbrauchersicht schließlich kritisch zu den Aspekten Kontrolle und Transparenz der Fernwärme.

 

In der abschließenden Podiumsdiskussion fand ein kontroverser Austausch der Akteure statt, der letztlich zu dem Angebot von Udo Wichert an Udo Sieverding führte, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, an der sich Verbraucherschützer, aber auch VertreterInnen der Wohnungswirtschaft, des Deutschen Mieterbundes sowie des Industrieverbandes VIK zur Transparenz des Fernwärmemarktes austauschen sollen. 

 

03. Juni 2014

Schule baut auf Energie

Punkten mit Kreativität und innovativen Technologien: Unter den ausgezeichneten Schulneubau- und sanierungsprojekten des am 20. Mai verliehenen BMWi-Preises 2014 des Förderprogramms „Energieoptimiertes Bauen“ (EnOB) ist auch das nordrhein-westfälische Berufskolleg Detmold mit seinen Umbauplänen zum Plusenergiehaus.

Nach den Jahren 2009 und 2011 wurde der mit insgesamt 100.000 € dotierte Preis  des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in 2014 bereits zum dritten Mal vergeben. Das Motto lautete dieses Jahr „Schule 2030 - Lernen mit Energie". Die offizielle Auszeichnung fand am 20.Mai im Rahmen der Berliner Energietage statt. 

Gefragt waren technologisch-innovative Konzepte für energieeffiziente Schulen, die gleichzeitig die Aufenthaltsqualität durch ästhetisches Design und gutes Raumklima fördern. Eine interdisziplinär besetzte Jury wählte aus den seit November 2013 von Architekten, Fachplanern, Schulträgern oder Arbeitsgemeinschaften eingereichten Planungsentwürfen sieben Projekte aus, die Maßstäbe für die Zukunft setzen sollen. Besonderes Augenmerk lag auch auf den Partizipationsmöglichkeiten verschiedener Nutzergruppen im Planungsprozess. 

 

Vier Projekte wurden in der Kategorie Sanierung ausgezeichnet, zwei im Bereich Neubau. Die prämierten Null- oder Plusenergiegebäude überzeugten nicht nur durch eine weitestgehend regenerative Energieversorgung unter Berücksichtigung der Nutzung von Energieüberschüssen, sondern auch durch optimierte Frischluft- und Lichtversorgung sowie hohen Wärmeschutz. 

Auch ein Projekt aus Nordrhein-Westfalen ist unter den Preisträgern vertreten: Ausgezeichnet wurden die ambitionierten Pläne für das Berufskolleg Detmold, die eine Sanierung des Gebäudes aus den 1950er Jahren zur Plusenergieschule bei gleichzeitigem Erhalt der historischen Architektur vorsehen. Für die innovative Kombination von natürlicher und künstlicher Beleuchtung konnte die Schule einen Sonderpreis in Empfang nehmen.

 

Im weiteren Projektverlauf nehmen die Schulbauten an einer zweijährigen wissenschaftlichen Evaluierung teil. 



Hintergrund:

www.enob.info/de/schule-2030 

15. April 2014

IPCC-Bericht finalisiert

Am 13. April 2014 wurde in Berlin der dritte und finale Teil des aktuellen Weltklimareports vorgestellt. Die zentrale Botschaft der Arbeitsgruppe III „Abschwächung des Klimawandels“: Nur massive Emissionsreduktionen können einen globalen Temperaturanstieg um möglicherweise bis zu 4,8 Grad bis 2100 noch abwenden. Die Forscher raten zu einem unverzüglichen Handeln, auch um die Kosten moderat zu halten.

Während mögliche Anpassungsmaßnahmen an bereits spürbare Folgen der Erderwärmung im Fokus des Ende März veröffentlichten zweiten Teils des Berichts standen, beleuchtet Teil drei Eindämmungsmaßnahmen des Klimawandels, die weiteren potenziellen Folgen vorbeugen sollen.


Die zentrale Frage lautet: Wie ist das Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen? In der vergangenen Dekade ist der weltweite CO2-Ausstoß nach Angaben der Wissenschaftler so stark gestiegen wie noch nie zuvor (zwischen 2000 und 2010 um 20 Prozent). Verantwortlich dafür zeichne sich neben der insgesamt steigenden Energienachfrage insbesondere der zunehmende Betrieb von Kohlekraftwerken, so die Autoren. Im Falle eines weiteren Ausbleibens massiver Reduktionsmaßnahmen prognostizieren die Forscher einen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen um 3,7 bis 4,8 Grad bis 2100. Vor diesem Hintergrund sei eine schnelle und deutliche Neuausrichtung des Energiemixes – weg von Kohle, Gas und Öl – vorzunehmen, verbunden mit gezielten Investitionen in klimafreundliche Technologien. Deren weltweiter Anteil an der gesamten Energieerzeugung müsse sich in den kommenden 40 Jahren mindestens verdreifachen (von heute rund 15 Prozent auf mindestens 45 Prozent).


Mit einer konsequenten Implementierung der genannten Maßnahmen könnten die globalen Emissionen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit um 40 bis 70 Prozent bis 2050 (gegenüber 2010) gesenkt und so das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden, so die Wissenschaftler. Um eine langfristige Stabilisierung des Klimas zu bewirken gelte es, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2100 auf null zurückzufahren.  Die Wissenschaftler betonen des Weiteren, dass sich das Zeitfenster, innerhalb dessen eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad unter den genannten Bedingungen noch realistisch sei, bereits in zehn Jahren schließen könnte.

Dies spiele auch insbesondere im Hinblick auf die anfallenden Kosten eine Rolle, die in genanntem Zeitraum noch moderat gehalten werden könnten. In diesem Zusammenhang betonen die Verfasser des Berichts, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum nicht im Widerspruch zueinander stünden: "Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten", so Ottmar Edenhofer, Professor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und einer von drei Vorsitzenden der zuständigen IPCC-Arbeitsgruppe bei der Pressekonferenz am 13. April. Die globalen Kosten für die Implementierung effektiver Klimaschutzmaßnahmen bis 2030 bewegten sich zwischen zwei und vier Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes – dies entspräche einer Degression des jährlichen Weltwirtschaftswachstums um ca. 0,04 Prozent, so das Urteil der Wissenschaftler.



Hintergrund:

http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg3/

11. April 2014

WindPlanung.Navi 

Der Ausbau der Windenergie ist in NRW ein zentrales Thema. Damit verbunden sind Planungs- und Umsetzungsprozesse, die ohne Hintergrundwissen oft nur schwer nachzuvollziehen sind. Mit dem WindPlanung.Navi bietet die EnergieAgentur.NRW nun ein Online-Tool an, das einen umfassenden Überblick zum Planungs-und Genehmigungsprozess von Windenergieanlagen in NRW schafft.

Aktuell gibt es in Nordrhein-Westfalen rund 3.000 Windenergieanlagen. Die Landesregierung will die Windenergie zu einer tragenden Säule der erneuerbaren Energien ausbauen. Dazu soll die Nutzung der Windenergie bis 2020 auf 15 Prozent erhöht werden. Um entsprechende Prozesse besser verstehen zu können, wurde das WindPlanung.Navi im Auftrag des Klimaschutzministeriums Nordrhein-Westfalen erstellt und am 10. April 2014 veröffentlicht. Es richtet sich vor allem an Bürger sowie Städte und Gemeinden, die mit Hilfe des Online-Tools konkret erfahren können, wie der Planungs-und Genehmigungsprozess von Windanlagen auf kommunaler Ebene abläuft, welche Aspekte dabei beachtet werden müssen und wie unterschiedliche Verfahrensschritte miteinander verbunden sind.

 

Zur strukturierten Darstellung der Prozesse zur Windenergienutzung, ist das Online-Tool in die drei Phasen Potenzialflächenanalyse, Flächennutzungsplanverfahren und Genehmigungsverfahren aufgeteilt. Im ersten Schritt wird eine mögliche Fläche für die Nutzung von Windenergie ermittelt. In Phase zwei wird ein entsprechender Flächennutzungsplan erstellt, der schließlich in der dritten Phase in einem komplexen Verfahren der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung bedarf. Diese einzelnen Schritte werden den Nutzern des Navis detailliert und übersichtlich erläutert – wichtig ist dabei, dass die individuellen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, mit denen auf den Prozess bzw. die einzelnen Phasen Einfluss genommen werden kann. 

 

Hintergrund:

www.windplanung-navi.de



 

 

01. April 2014

IPCC-Bericht Teil II 

Am 31. März 2014 veröffentlichte die Arbeitsgruppe II des 5. IPCC-Sachstandsberichts ihre Ergebnisse im japanischen Yokohama. Nachdem die Arbeitsgruppe I Ende September 2013 den aktuellen Forschungsstand zu den Ursachen des Klimawandels präsentiert hat, stehen nun „Auswirkungen, Anpassungen und Vulnerabilität“ im Fokus des über 2.000 Seiten starken Dokuments.

309 Wissenschaftler aus 70 Ländern haben in der Arbeitsgruppe II in Zusammenarbeit mit 436 Co-Autoren und über 1.700 Gutachtern die Folgen des Klimawandels für die Ökosysteme in den verschiedenen Regionen der Erde sowie die jeweiligen Fortschritte und Herausforderungen in der Anpassung zusammengetragen.

 

„Wir leben in einer Ära vom menschgemachten Klimawandel“, so Vicente Barros, Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe II, in der Pressemitteilung des IPCC. In unterschiedlicher Ausprägung seien die Folgen des Klimawandels weltweit bereits allgegenwärtig, heißt es dort weiter. Der Mensch sei es auch, den die Folgen seines Handelns letztlich am härtesten träfen: Überschwemmungen und Ernteausfälle werden künftig noch häufiger auftreten, Hungersnöte nähmen zu. Als Konsequenz der der anhaltenden Ressourcenverknappung steige die Gefahr von Bürgerkriegen.   

Zwar gäbe es Instrumente, diesen Risiken zu begegnen, eine erfolgreiche Implementierung sei jedoch bislang unzureichend.

 

Die Autoren der Studie identifizierten zentrale Ansatzpunkte für Strategien zur Risikominimierung, insbesondere hinsichtlich des Aspekts der globalen Erwärmung: unzureichende Vorbereitung auf das unvorhergesehene Eintreten klimatischer Ereignisse einerseits, fehlende Reaktionsmöglichkeiten andererseits. Entsprechende Investitionen würden sich später auszahlen, so Vicente Barros. Chris Field, ebenfalls Vorsitzender der Arbeitsgruppe, ergänzt, dass Anpassungsprozesse zwar stattfänden – diese sich jedoch auf Ereignisse in der Vergangenheit konzentrierten und nicht zukünftige, möglicherweise noch abwendbare Gefahren im Blick hätten. 


Am 13. April wird die Arbeitsgruppe III („Abschwächung des Klimawandels“) in Berlin mögliche Lösungsansätze zur Minderung des Klimawandels präsentieren, Ende Oktober 2014 erscheint der Syntheseband.

 

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Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wurde 1988 angesichts der steigenden Erderwärmung von den Vereinten Nationen (UN-Umweltprogramm UNEP) und der Weltwetterorganisation (WMO) gegründet. Dem IPCC mit Sitz in Genf gehören 195 Mitgliedsländer an. Das Gremium sammelt wissenschaftliche Daten und wertet diese aus; eigene Forschungen werden nicht betrieben. Die letzten vier umfassenden Klimaberichte wurden 1990, 1995, 2001 und 2007 veröffentlicht. Das IPCC soll aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf Natur und Mensch auswirkt, wie er gebremst werden kann und welche Anpassungsstrategien es gibt. Im Jahr 2007 erhielt das IPCC den Friedensnobelpreis für sein Engagement gegen den Klimawandel.

 

 

 

19. März 2014

Die Energieblogger

Wie geht es weiter mit der Energiewende? Wie können bestehende Konflikt gelöst werden? Was gibt es Neues bei den Erneuerbaren Energien? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich „Die Energieblogger“ auf ihrer Online-Plattform kritisch auseinander und fördern den digitalen Diskurs. 

Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist ein Thema, bei dem die Meinungen sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft und Zivilgesellschaft auseinander gehen. Die Energieblogger, eine digitale Plattform bestehend aus derzeit 19 Bloggern, möchte die Energiewende unterstützen und bietet deshalb die Möglichkeit, der Öffentlichkeit mit Fakten und Beispielen aus der Praxis relevante Themen näher zu bringen. Über die Blogs sollen Interessierte, Zweifler und Mitstreiter in einen gemeinsamen Dialog treten, um die Energiewende weiter voranzutreiben.  

 

Die Online-Plattform „Die Energieblogger“ wurde im Juni 2013 von 13  Akteuren ins Leben gerufen, mit dem Ziel, unabhängig, engagiert und fachmännisch über aktuelle Themen rund um die Energiewende zu berichten. Mitglieder sind Online-Journalisten, aber auch Unternehmen, Verbände und Vereine. 

 

In diesem Jahr soll die Plattform weiter wachsen, aber auch gemeinsame Aktionen und das Vereinbaren strategischer Partnerschaften stehen auf der Agenda. Als Ziel bleibt: Die Öffentlichkeit soll umfassend über das Thema Energiewende informiert werden. 

 

 

Hintergrund:

www.energieblogger.net

 

 

07. März 2014

Veranstaltungshinweis: NRW-Unternehmenskongress

NRW-Unternehmenskongresses „Klimaschutz und Klimafolgenanpassung als Herausforderung und Chance für die Wirtschaft“ 

24. März 2014 / Rheinterrasse (Düsseldorf) 

 

Welche Möglichkeiten und Herausforderungen bringen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung für die Wirtschaft mit sich? Am 24. März 2014 lädt das NRW-Umweltministerium von 17:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr zum "NRW-Unternehmenskongress" in die Rheinterasse (Düsseldorf) ein. 

 

Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Nordrhein-Westfalen spielt dabei als Industrieregion und Energieland Nr. 1 eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund erarbeitet die Landesregierung derzeit in einem breiten Beteiligungsverfahren mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft einen Klimaschutzplan für das Land NRW. Ziel ist es, eine gemeinsame Road Map zu erarbeiten, wie die Klimaschutzziele Nordrhein-Westfalens umgesetzt werden können. Gleichzeitig werden Vorschläge erarbeitet, wie sich das Land möglichst frühzeitig und vorausschauen an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anpassen kann. 

Im Rahmen des NRW-Unternehmenskongresses „Klimaschutz und Klimafolgenanpassung als Herausforderung und Chance für die Wirtschaft“ diskutieren Vertreterinnen und Vertreter des produzierenden Gewerbes, der Industrie, der Industrie-und Handelskammern, der Handwerkskammern, der Wirtschaftsförderung sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden über die Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem Prozess zum Klimaschutzplan für Unternehmen in NRW ergeben. 

Es werden Best-Practice-Beispiele aufgezeigt, wie sich Unternehmen in den Bereichen Klimaschutz und Klimapolitik engagieren können. Darüber hinaus wird ein Überblick über bestehende Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote gegeben. Mit dem „NRW-Unternehmenskongress“ soll eine Basis für einen langfristig angelegten Unternehmensdialog zum Thema Klimaschutz geschaffen werden

 

 

 

17. Februar 2014

Veranstaltungshinweis: Zentralveranstaltung der Evangelischen Kirche von Westfalen

"Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft. Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen"

21. und 22. März 2014 / Evangelische Kirche von Westfalen, Haus Villigst (Schwerte) 

 

Wie können konkrete Beiträge und Umsetzungsschritte von Politik und Gesellschaft für eine umweltfreundliche und sozial gerechte Entwicklung in NRW aussehen? Vom 21. bis 22. März 2014 findet die Zentralveranstaltung der Evangelischen Kirche von Westfalen „Wege in eine ökologische und sozial gerechte Zukunft. Nachhaltige Entwicklung in NRW und der Beitrag der Kirchen“, im Haus Villigst (Schwerte) statt.

Seit Jahrzehnten ist Nordrhein-Westfalen auf dem Weg, sich als Lebens-und Wirtschaftsstandort neu zu erfinden. Die Energiewende stellt das „Energieland NRW“ heute vor große Herausforderungen, die zu Chancen werden können. 

 

Die Kirchen engagieren sich vielfältig für die Zukunft NRWs und bringen sich auf verschiedenen Ebenen in die Entwicklungsprozesse ein. Sie begleiten Menschen im Strukturwandel, sie engagieren sich in Stadtteilen für den sozialen Zusammenhalt, sie beteiligen sich an gesellschaftlichen und politischen Diskursen in der Sozial-und Familienpolitik, um Klimaschutz und eine sozial gerechte Energiewende. 

 

Mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen Ziele, Wege, Maßnahmen und Schlüsselprojekte für eine nachhaltige Entwicklung in NRW diskutiert werden. Gefragt wird auch nach der Rolle und den Aufgaben der Kirche in diesen Prozessen sowie den ethischen Grundlagen kirchlichen Engagements in Politik und Gesellschaft. Jugendliche, die bei einer Konferenz im Januar ihre Befürchtungen, Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft von NRW thematisiert hatten, bringen diese Perspektiven in den Prozess mit ein. In den "Arenen des Wandels" werden konkrete Handlungsmöglichkeiten beraten und diese dann weiterentwickelt.

 

 

11. Februar 2014

Veranstaltungshinweis: 7. Fachkonferenz des Deutschen Städte- und Gemeindebundes

"Kommunen aktiv für den Klimaschutz – Kommunale Strategien zur Klimafolgenbewältigung"
18. Februar 2014 / Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Bonn)

 

Bereits zum siebten Mal findet die Fachkonferenz des Deutschen Städte-und Gemeindebundes statt. Bei der diesjährigen Konferenz am 18. Februar 2014 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Bonn werden u.a. kommunale Strategien zur Klimafolgenbewältigung beleuchtet. 

Seit 2008 lädt der Deutsche Städte-und Gemeindebund gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, dem Städte-und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen und der kommunalen Umwelt-AktioN U.A.N. zur jährlichen Fachkonferenz „Kommunen aktiv für den Klimaschutz“ nach Bonn ein. In diesem Jahr werden insbesondere  kommunale Anpassungsstrategien an die zu erwartenden Folgen des Klimawandels sowie Aspekte der ganzheitlichen nachhaltigen Stadtentwicklung beleuchtet.

 

Auf der Fachkonferenz werden Praxisbeispiele dargestellt, der Erfahrungsaustausch der Beteiligten gefördert und ihr aktives Handeln unterstützt. 20 Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und kommunaler Praxis nehmen Stellung. In einer zentralen Podiumsdiskussion mit dem Titel “Ausbau der Erneuerbaren vs. Naturschutz“, an der unter anderem Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW und Vorstandsmitglied des KlimaDiskurs.NRW teilnimmt, sollen  mögliche Konflikte zwischen Naturschutzanforderungen und dem für die Energiewende notwendigen Ausbau der Infrastrukturen diskutiert werden.


 
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21. Januar 2014

EU-Kommissar Günther Oettinger spricht auf Jahreskonferenz des KlimaDiskurs.NRW e.V.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat eine Teilnahme an der ersten Jahreskonferenz des KlimaDiskurs.NRW e.V. am 30. Januar 2014 zugesagt. Mit seiner Rede wird er die ganztägige Veranstaltung zum Thema „Effektive Klimapolitik von Essen bis Brüssel“ in der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf beschließen. Kurz nach Veröffentlichung der neuen EU-Klimaschutzziele und rund vier Monate vor den Europawahlen wird sein Beitrag mit Spannung erwartet.

Günther Oettinger, Kommissar für Energie bei der Europäischen Kommission, reiht sich damit ein in eine hochrangige Besetzung der Konferenz. So wird NRW-Umweltminister Johannes Remmel das KLIMA.FORUM eröffnen. Mit Dr. Artur Runge-Metzger von der Generaldirektion Klimapolitik wird ein weiterer Vertreter der Europäischen Kommission erwartet. Darüber hinaus diskutieren Dr. Patrick Graichen (Direktor der Agora Energiewende und damit Amtsnachfolger von Rainer Baake), Staatssekretär im NRW-Umweltministerium Peter Knitsch, Simone Raskob (Beigeordnete der Stadt Essen) sowie Rainer Steffens (Leiter der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union) über die effektive Klimapolitik zwischen den verschiedenen politischen Ebenen. Input aus der Wirtschaft kommt unter anderem von Dr. Udo Brockmeier (Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG), über die Einbindung der Zivilgesellschaft spricht u.a. Jürgen Maier (Geschäftsführer Forum Umwelt und Entwicklung).


In dem KLIMA.FORUM werden die wechselseitigen Einflüsse der Klimapolitik zwischen den verschiedenen politischen Ebenen und Akteuren beleuchtet. Referenten und Teilnehmer begeben sich auf die Suche nach notwendigen Verbesserungen der strukturellen und prozessualen Bedingungen. Unter anderem folgende Fragen sollen diskutiert werden: Wie effektiv ist die derzeitige Aufteilung der Kompetenzen in der Klima-politik? Welchen Einfluss haben in diesem Zusammenhang der Regierungswechsel in Berlin sowie die bevorstehenden Europawahlen und  Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen? Wie sieht aus Perspektive der Wirtschaft eine gerechte Verteilung der Klimaschutzlasten aus? Welche Rolle spielen die zivilgesellschaftlichen Akteure im Rahmen der Klimapolitik?


Das KLIMA.FORUM ist die Jahreskonferenz des KlimaDiskurs.NRW e.V. In dem Netzwerktreffen werden große Trends und Entwicklungen des Klimaschutzes in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus diskutiert. Das KLIMA.FORUM mit dem Titel „Ohne Grenzen: Effektive Klimapolitik von Essen bis Brüssel“ findet am 30. Januar 2014 von 09.30 Uhr bis ca. 17.45 Uhr in der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf AG (Höherweg 100, 40233 Düsseldorf) statt. Anmeldungen werden noch bis zum 24. Januar 2014 entgegengenommen.

Anmeldung hier >

 

 

 

7. Januar 2014

Klimakommunen gesucht!

Neues Jahr, neue Chance: 2014 wird der Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“ zum sechsten Mal ausgeschrieben. Engagierte Städte und Gemeinden können sich bis zum 15. März bewerben und werden für innovative Umweltprojekte mit einem Preisgeld von insgesamt 270.000 € belohnt. 

In drei Kategorien können Kommunen aus ganz Deutschland unter Beweis stellen, wie sie dem Klimaschutz vor Ort Vorschub leisten: Neben den Schwerpunkten „Energie- und Klimaschutzmanagement“ sowie „Klimaschutz zum Mitmachen“ wird dieses Jahr die thematisch neu ausgerichtete Kategorie „Klimaschutz durch Kooperation“ eingeführt.


Neun Projekte werden jeweils mit einem Preisgeld von 30.000 € ausgezeichnet, das in weitere Klimaschutzaktivitäten investiert werden soll. Die Würdigung ist damit gleichsam Anstoß für neue Projekte und Unterstützung bewährter Konzepte.   


Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK). Das Projekt wird in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund realisiert.  


Bis zum 15. März 2014 können sich engagierte Kommunen bewerben, die Gewinner werden im Rahmen der 7. Kommunalkonferenz vom 25.-26. September 2014 in Berlin bekannt gegeben. Die Teilnahmebedingungen sind unter www.klimaschutz.de/kommunen/wettbewerb2014 einsehbar.

 

Hintergrund:

www.kommunen.klimaschutz.de

 

 

2. Januar 2014

Frohes neues Jahr!

Das Team vom KlimaDiskurs.NRW e.V. wünscht Ihnen einen guten Start ins Jahr 2014. Wir danken den Förderern, Mitgliedern, Kooperationspartnern und Unterstützern für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in 2013. Die Geschäftsstelle ist am 6. Januar wieder für Sie da.

20. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Das Team vom KlimaDiskurs.NRW e.V. wünscht Ihnen fröhliche Weihnachten und besinnliche Feiertage. Wir verabschieden uns in die "Winterpause" mit weihnachtlichen Tipps für das gute Klima beim Fest...

Leise rieselt der Schnee…
Draußen wird´s kalt. Für die Wohlfühltemperatur in den Wohnräumen: Heizung an – aber mit Bedacht! Ein Grad weniger senkt den Energieverbrauch um rund sechs Prozent: www.vz-nrw.de.


O Tannenbaum, wie grün sind Deine Blätter…
Damit nicht nur die Blätter grün sind, beim Kauf der Tanne auf nachhaltige Waldwirtschaft achten (FSC-Siegel). Händler unter www.robinwood.de.

Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen…

Für ein heimeliges Gefühl Wachskerzen nutzen. Falls Brandgefahr besteht, lieber auf energieeffiziente LED-Lichter umsteigen. Eine Zeitschaltuhr stellt einen niedrigeren Energieverbrauch sicher.

In der Weihnachtsbäckerei…
Schlemmen gehört zu Weihnachten wie der Deckel auf den Topf. Um dabei auch ans Klima zu denken: auf Vorheizen verzichten, den Ofen 10 Minuten früher herunterschalten und Nachtwärme nutzen.

Vom Himmel hoch, da komm ich her…
Für uns Erdenbürger gilt: Besser nicht. Bei der weihnachtlichen Heimreise sollten Flugzeuge und Auto vermieden werden. Eine Bahnfahrt schont (meistens) die Nerven und immer das Klima. Wenn es doch mal nicht ohne Auto geht, kann der CO2-Ausstoß kompensiert werden, bspw. bei www.mycliamte.org.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in 2013!

17. Dezember 2013

Urteil zu Garzweiler II.

Die Entscheidung über die Zukunft des Braunkohletagebaus in NRW ist gefallen: Am 17. Dezember 2013 verkündete das Bundesverfassungsgereicht das Urteil zu Garzweiler II. Die Beschwerde des BUND hatte Erfolg, die Privatklage eines Anwohners scheiterte. Garzweiler II wird gebilligt, Bürger erhalten bei künftigen Vorhaben jedoch ein erweitertes Mitspracherecht.

Im Dezember 2008 hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sowie ein von der Umsiedelung betroffener Anwohner beim Bundesverfassungsgericht (BVG) jeweils Klage gegen die Abbaupläne um Garzweiler II eingereicht. Der BUND sah durch die Enteignung eines seiner Grundstücke unter Berufung auf Artikel 14 des Grundgesetzes (GG) das Recht auf Eigentum verletzt und kritisierte, die Priorisierung von Bergrecht gegenüber Grundrecht sei verfassungswidrig. Stefan Pütz, Anwohner aus dem vom Bergbau betroffenen Erkelenzer Stadtteil Immerath, argumentierte darüber hinaus, dass Garzweiler II dem „Recht auf Heimat“ entgegenstehe. Dies begründete er mit dem Grundrecht auf Freizügigkeit (Artikel 11, GG). Seit Juni 2013 wurden die Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe verhandelt.

 

In der am 17. Dezember verkündeten Entscheidung gaben die Verfassungsrichter in Karlsruhe dem BUND Recht – Behörden hätten bei der Enteignung die nötige Gesamtabwägung des Tagebauprojekts unterlassen bzw. die Interessenabwägung im Sinne des Eigentümers (des BUND) ungenügend berücksichtigt. Zudem müsse den Betroffenen Rechtsschutz bereits gegen die Vorhabenzulassung gewährt werden, heißt es im Urteil des BVG. Dadurch erfahren die Umzusiedelnden in der Zukunft eine Stärkung ihrer Mitsprachemöglichkeiten: Während die richterliche Überprüfung einer Tagebaugenehmigung bisher erst bei einer bereits laufenden Umsiedlung beantragt werden konnte, können sich betroffene Bürger nun schon im Zulassungsverfahren einbringen und klagen.

 

Die Klage des Anwohners Pütz scheiterte. Das Urteil: Das Recht auf freie Ortswahl erfährt dahingehend Einschränkung, dass es „nicht an Orten im Bundesgebiet [gilt], […] an denen Regelungen zur Bodenordnung oder Bodennutzung einem Daueraufenthalt entgegenstehen.“ Diese Regelungen berücksichtigen im besonderen Maße den Nutzen für das Gemeinwohl, in diesem Falle die Gewährleistung der Energieversorgung. Inwieweit Enteignungsmaßnahmen hierfür notwendig sind, obliege der Entscheidung der zuständigen Fachbehörden. Das BVG billigte Garzweiler II mit diesem Urteil.

 

Der RWE-Konzern, in dessen Hand die komplette industrielle Nutzung der Ressourcen im rheinischen Braunkohlerevier liegt, wird nun voraussichtlich auf dem 48 Quadratkilometer großen Areal von Garzweiler II bis 2045 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle fördern. 12 Dörfer wären infolgedessen einer Umsiedelung ausgesetzt.


Hintergrund:

www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg13-076.html

 

 

 

 

5. Dezember 2013

Ökologie trifft Ökonomie.

Der Frage, ob Klimaschutz als Wirtschaftsmotor dienen kann, widmeten sich am 3.12. die Teilnehmer des dritten KLIMA.SALON des KlimaDiskurs.NRW in Wuppertal. Die Antworten der Referenten und Beiträge aus dem Publikum zeigten eine auseinandergehende Interessenslage, wobei der Fokus zum einen auf die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Unternehmen, zum anderen auf die Innovationskraft der gesamten Wirtschaft fiel.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Klimaschutz als Wirtschaftsmotor? Diskurs mit Praxisbeispielen“ fand als unabhängiges Side-Event im Rahmen des NRW-Klimakongresses „Gemeinsam Zukunft gestalten“ vomNRW-Umweltministerium und der EnergieAgentur.NRW statt.


Im Anschluss an eine Einführung zum Thema von Herrn Professor Marzinkowski von der Bergischen Universität Wuppertal und seiner Darstellung, dass Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch mehr sind, stellten Dr. Manuela Tennikat (WILO SE) sowie Axel Vaßen (LANXESS AG) einzelne Beiträge  ihres jeweiligen Unternehmens zum Klimaschutz aus der Produktpalette vor. So entwickelte WILO eine innovative Hocheffizienz-Heizungspumpe, die erhebliche Stromeinsparungen möglich macht und in verschiedenen Räumen bedarfsorientiert gesteuert werden kann. LANXESS wiederum produziert einen synthetisch hergestellten Gummi, der u.a. für die Herstellung von „grünen“ PKW-, LKW- und Fahrradreifen genutzt wird. Das Material ermöglicht eine Reduzierung des Abriebs und kann dadurch zu großen Einsparungen im Energieverbrauch und damit CO2-Ausstoß führen. Wesentlich sei, so beide Redner, dass der Erfolg beider Produkte erst einsetzte, als weitere Rahmenbedingungen zum Tragen kamen. Bei WILO war dies eine Kaufförderung der KfW-Bank in 2009, die zu einer Absatzsteigerung von 60% führte. Heute profitiert das Unternehmen von den frühen Innovationen durch die in diesem Jahr festgelegten Grenzwerte der EU, die nur noch den Verkauf von Hocheffizienzpumpen zulassen. Bei LANXESS war es die Einführung eines Produktlabels durch die Europäische Kommission, die den Kauf des Produktes förderte. Der längerfristige ökonomische Nutzen müsse den Kunden bewusst werden. Das koste viel Überzeugungsarbeit, so Vaßen. Mit dem Label habe sich in dieser Hinsicht einiges vereinfacht.


Klaus Zimmermann von der IHK Düsseldorf sprach sich in seinem Vortrag für die Beibehaltung der Ausnahmen für energieintensive Unternehmen beim EEG aus, da ansonsten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in NRW gefährdet sei. Der aktuelle Koalitionsvertrag gehe in dieser Hinsicht in die richtige Richtung. Darüber hinaus sieht er die Effizienzbemühungen der Unternehmen als sehr weit ausgeschöpft. Vielmehr seien verlässliche Rahmenbedingungen für die Unternehmen gefordert. Gegenwind bekam Zimmermann insbesondere aus dem Publikum: Seine Argumente seien veraltet. Er stelle die Branche der Erneuerbaren Energien und die energieintensive Industrie als unvermittelbar nebeneinander dar. Dabei profitiere die Industrie in der Realität von den Erneuerbaren Energien und beteilige sich bisweilen sogar an deren Ausbau. Hans Georg Diekmann von Ardagh Glass unterstütze Zimmermanns Argumentation zum Erhalt der Ausnahmeregel für energieintensive Unternehmen im EEG. Am Beispiel der Glasherstellung rechnete er die Mehrkosten für das Unternehmen vor, die seiner Einschätzung nach perspektivisch sicherlich zu einer Abwanderung führen würde. Energieintensive Unternehmen ließen sich dann in Ländern mit kostengünstigeren Produktionsbedingungen und sehr niedrigen Umweltstandards nieder, was die Energiewende wiederum konterkarieren würde und ernste Auswirkungen auf andere Industrieunternehmen innerhalb der Wertschöpfungskette hätte.

 

In der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich Dr. Manuela Tennikat und Axel Vaßen einig, dass neben dem wichtigen Thema Energieeffizienz insbesondere der Themenkomplex der Ressourceneffizienz in global agierenden Unternehmen nicht mehr wegzudenken sei. Allein aus ökonomischen Gründen sei eine ständige Entwicklung der Material- und Prozesseffizienz, die eng mit den Effizienzbemühungen auf der Energieseite verbunden ist, unumgänglich. Beide Redner plädierten insbesondere dafür, dass die Rahmenbedingungen, Förderungen, Unterstützungen vor allem durch die Politik verbessert bzw. erweitert werden müssen. Hans Georg Diekmann wies auf die Gefahr hin, den energieintensiven Unternehmen frühzeitig die Gelder zu kürzen. Viele Branchen seien derzeit dabei zu erforschen, wie Prozesse und Materialien verbessert werden können. Professor Marzinkowski sah die Probleme eher in der Organisation als im finanziellen Aspekt. Ein Lösungsansatz wäre seiner Meinung nach schrittweise vorzugehen und bspw. Ressourceneffizienz erst einmal  nur auf einzelne Komponenten eines Produktes anzuwenden, bevor das ganze Produkt oder die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick genommen werde.

 

Als Fazit macht dieser KLIMA.SALON zunächst Mut. Mut deswegen, weil viele Unternehmen bereits  herausragende Leistungen betrieblicher Energieeffizienz bei Produkten, Dienstleistungen und Produktion erbracht und sich damit auf den notwendigen Weg hin zu einem wirkungsvollen Klimaschutz gemacht haben. Es wird aber auch weiterer Handlungsbedarf deutlich. Der Diskurs insbesondere mit den unternehmensnahen Kammern und Verbänden auf der einen sowie den eindeutigen Klimaschutz-Befürwortern auf der anderen Seite muss fortgesetzt werden. Annäherungen wurden in einigen Punkten deutlich, bei den Themen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung liegen die Positionen jedoch noch weit auseinander.

 

 

26. November 2013

Braunkohle im Diskurs.

Mehr als 100 Teilnehmer lockte die Braunkohle zum zweiten KLIMA.SALON des KlimaDiskurs.NRW e.V. am gestrigen Abend in die Villa Horion Düsseldorf. Unter dem Titel „Braunkohle in Zeiten der Energiewende – Brücke oder Hindernis?“ diskutierten Experten aller zentralen Akteursgruppen zur Zukunft des fossilen Brennstoffs. Auch das Publikum beteiligte sich intensiv an der kontroversen Debatte.

„In Deutschland besteht weitgehend der Konsens, dass die Energiepolitik vor allem drei Ziele verfolgen sollte. Dies sind Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Daher wird Braunkohle auch weiterhin eine große Rolle in NRW spielen.“ Mit diesem klaren Votum für Braunkohle als Brückentechnologie eröffnete Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky aus dem NRW-Wirtschaftsministerium den Diskurs. Dem schloss sich Dr. Hans-Wilhelm Schiffer von der RWE AG an und stellte heraus: „Braunkohle ist fester Bestandteil der Zukunftsplanung von RWE. Braunkohle und erneuerbare Energien sind nicht nur zu 100 Prozent heimische Energien. Sie sind auch echte Partner. Sonne und Wind sind volatil. Die verlässliche Braunkohle steht jederzeit flexibel zur Verfügung. Wir brauchen die Braunkohle im Energiemix, denn nur Vielfalt schafft Stabilität. Außerdem verbleibt die Wertschöpfung nahezu vollständig im Land und sichert so Zehntausende Arbeitsplätze.“


Dirk Jansen vom BUND NRW kritisierte die Haltung seiner Vorredner scharf: „Die Braunkohle ist nicht nur der 'Klimakiller Nr. 1‘, sondern sie passt auch nicht in ein zukunftsfähiges Energiesystem.“ Jansen mahnte, dass die Ziele des NRW-Klimaschutzgesetzes durch das Festhalten an der Braunkohle nicht erreicht werden könnten und forderte die schnelle Erarbeitung eines Ausstiegsszenarios. Die Landesregierung sei gefordert, die Braunkohlenpläne an die Klimaschutzziele anzupassen und die Abbaugrenzen zurückzunehmen. Das würde auch weitere Ewigkeitsschäden minimieren helfen. Prof. Christian von Hirschhausen, TU Berlin, wies darauf hin, dass angesichts des „Flops der 'CO2-freien' Kohleverstromung“ (CCS) die Braunkohle mittelfristig inkompatibel mit den Zielen der Energiewende sei. „Hohe Investitionskosten und abnehmende Volllaststunden machen Braunkohlekraftwerke zunehmend unrentabel. Weder der Bau neuer noch die Verlängerung der bestehenden Kraftwerke, z.B. durch umfassenden Retrofit, ist aus ökonomischer oder umweltpolitischer Perspektive sinnvoll. Für NRW wirft diese Analyse auch ein neues Licht auf den Kompromiss, der bezüglich des Tagebaus Garzweiler II gefunden werden muss.“ In diesem Zusammenhang schlug Prof. von Hirschhausen vor, die Autobahn A61 als Ausbaugrenze zu ziehen.


An der Diskussion beteiligte sich auch das Publikum aus Befürwortern und Gegnern der Braunkohle. Dabei wurde abermals deutlich, dass eine Annäherung der Positionen noch nicht in Sicht ist. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Gespräche weitergehen müssen – eine kleine Annäherung der Akteure und ein Auftrag an den KlimaDiskurs.NRW e.V.

 

 

20. November 2013

Zukunft? Nachhaltig!

Wie machen wir weiter in NRW? Mit dem Fokus auf neuen Perspektiven für das Land fand am 18. November 2013 die zweite Nachhaltigkeitstagung „Zukunftsfähiges Nordrhein-Westfalen 2030“ statt. Gemeinsam mit Akteuren aus allen Gesellschaftsbereichen wurden erste Eckpunkte für eine möglichst nachhaltige und verantwortungsvolle Politik gesteckt.

Unter den Eindrücken der „Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung“ (auch „Rio-Konferenz“ genannt) und der Entwicklung der Agenda 21, hielt das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung 1994 als Staatsziel Einzug ins Grundgesetz. Auch im rot-grünen Koalitionsvertrag der NRW-Landesregierung ist die Verknüpfung von ökologischer Verantwortung, ökonomischer Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit verankert.


Vor diesem Hintergrund veranstaltet das NRW-Umweltministerium jährlich einen eintägigen Kongress unter Einbindung aller engagierten Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Verbänden, Kirchen und Zivilgesellschaft. Den Auftakt machte im November 2012 eine Bestandsaufnahme zu den Entwicklungen seit Rio. Dieses Jahr standen die Zukunftsszenarien mit Blick auf eine neue, zu entwickelnde Nachhaltigkeitsstrategie in NRW im Mittelpunkt.


„Ein starker Beitrag aus Nordrhein-Westfalen ist wichtig, um die Nachhaltigkeitsziele auf Bundesebene wie auch in Europa zu erreichen. Durch unsere ressourcenintensive Wirtschaft, die hohe Bevölkerungsdichte, die zentrale Lage in Europa und die regional sehr unterschiedlichen demografischen Entwicklungen sind die gesellschaftlichen Herausforderungen und unsere Verantwortung in NRW sehr groß. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie ist es, angemessene Antworten auf diese Herausforderungen zu entwickeln“, so NRW-Umweltminister Johannes Remmel in einer Pressemitteilung seines Ministeriums.


Diskussionsrunden und Workshops zu Themen wie demografischer Wandel, nachhaltige Finanzen, faire Arbeit, Eine-Welt sowie Wald und Biodiversität ermöglichten den rund 350 Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine aktive Mitgestaltung des NRW-Nachhaltigkeitsprozesses. Im Rahmen des Kongresses wurden außerdem erste Eckpunkte  der Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt: Im Mittelpunkt sollen wichtige politische Handlungsfelder, wie Klimaschutz, Energiewende, Demografie, Integration und Bildung stehen. Auch die Wechselwirkungen dieser verschiedenen Themen werden eine zentrale Rolle spielen. Bis Ende 2015 erarbeiten die Landesministerien gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft die neue Nachhaltigkeitsstrategie.

 

Hintergrund:

https://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse131118.php

www.nrw-nachhaltigkeitstagung.de

 

 

5. November 2013

Platz 1 für NRW.

Viele kleine Initiativen können gemeinsam Großes bewirken. Dies zeigt auch die diesjährige Vergabe des European Energy Awards (EEA): NRW-Umweltminister Remmel und die EnergieAgentur.NRW konnten 21 Kommunen und zwei Kreise mit dem EEA auszeichnen. NRW liegt damit bundesweit auf Platz 1.

„Kommunen sind wichtige Verbündete, wenn es darum geht, unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Mit dem EEA geben wir ihnen Hilfe zur Umsetzung.“, so Umweltminister Remmel. Denn der europaweit eingeführte European Energy Award ist weit mehr als eine Auszeichnung für energiebewusste Verwaltungen und klimapolitisch engagierte BürgerInnen vor Ort. Als Energiemanagementsystem ermöglicht er Kommunen und Kreisen vielmehr, die Qualität ihrer Energieerzeugung und -nutzung zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen. Im Zentrum des Prozesses steht ein Maßnahmenkatalog, der die Möglichkeiten vor Ort berücksichtigt. Die zuständigen Teams in den Kommunen können bei der Umsetzung die Unterstützung durch einen EEA-Berater vor Ort in Anspruch nehmen.

 

Wenn eine Kommune mindestens 50 % der geplanten Maßnahmen umgesetzt hat, wird sie mit der Auszeichnung belohnt. Kann sie mehr als 75 % umsetzen, erhält die Kommune für ihr Engagement mit dem EEA Gold, der in NRW dieses Jahr sieben Mal überreicht werden konnte, eine besondere Anerkennung.

 

In der Turbinenhalle der Düsseldorfer Stadtwerke würdigte NRW-Umweltminister Remmel bei der Verleihung des EEA am 5. November den ambitionierten Antrieb, den die Erneuerbaren Energien derzeit landesweit erfahren: „Rund ein Viertel der NRW-Kommunen nimmt inzwischen an dem europaweiten Zertifizierungsverfahren teil, jeder fünfte Bürger und jede fünfte Bürgerin unseres Bundeslandes lebt in einer zertifizierten Kommune.“

 

Damit steht NRW ganz oben auf dem Treppchen und lässt die sonst sehr starken Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg hinter sich. Aber nicht nur bundesweit liegt das Industrie- und Energieland an der Spitze; auch im europäischen Vergleich nimmt Nordrhein-Westfalen beim EEA eine Vorreiterrolle ein.

 

Der European Energy Award wird in Nordrhein-Westfalen durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und durchgeführt.

 

Hintergrund:

http://www.energieagentur.nrw.de/themen/presse-5274.asp

www.european-energy-award.de

 

 

24. Oktober 2013

Crowdfunding für Energiewende.

Es gibt eine Vielzahl an innovativen Projekten, die den Ausbau Erneuerbarer Energien voranbringen könnten. Häufig mangelt es für die Umsetzung aber an finanziellen Ressourcen. Gleichzeitig sind private Ersparnisse in vielen Teilen Europas sehr hoch. Das Kölner Start-Up Unternehmen Green Crowding GmbH möchte die Akteure zusammenbringen und setzt auf die Schwarmfinanzierung.

Unter dem Motto „Geld grün anlegen. Die Energiewende voranbringen“ vermittelt das junge Unternehmen Green Crowding zwischen investitionsbereiten Bürgern und Projektentwicklern, die innovative Konzepte zu Erneuerbaren Energien realisieren wollen. Dabei wird das Prinzip Crowdfunding eingesetzt, das insbesondere online immer mehr an Beliebtheit genießt. Jeder Internetnutzer hat die Möglichkeit, per Mausklick und schon mit kleinem Geld Kapitalgeber eines Projektes zu werden. Bei Green Crowding werden die finanziellen Ressourcen als Darlehen eingesetzt, so dass der Geber zum Gläubiger wird. Nach einigen Jahren erhält er sein Geld verzinst zurück. „Unsere Vision ist es, in den nächsten fünf Jahren eine echte Alternative zu Banken zu sein – eine vertrauenswürdige Quelle für Direktinvestitionen in eine grüne Infrastruktur“, so Sissy Müller, Gründerin von Green Crowding in einer Pressemitteilung vom 28.06.2013. Sie kennt die Sachlage. Während ihrer vorherigen Tätigkeit im Energiehandel eines Stromkonzerns bemerkte Sissy Müller, dass die Umsetzung vieler Vorhaben zu Erneuerbaren Energien an den fehlenden Finanzmitteln scheitert, obwohl die Bevölkerung eine schnellere Umsetzung der Energiewende mehrheitlich befürwortet. Das erste Projekt, für das Green Crowding die Finanzierung des“ Schwarms“ ermöglichte, war eine Solaranlage auf einer Kölner Schule. Zurzeit werden Investoren für ein innovatives Höhenwindkraftprojekt gesucht.

 

Hintergrund:

www.greencrowding.com

www.greencrowding.com/de/press

15. Oktober 2013

2014: EEG-Umlage steigt um ca. 18%.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die Prognose der 2014 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG-Umlage für das Jahr 2014 veröffentlicht. Die Mehrkosten für den Verbraucher liegen bei 0,963 Cent/kWh.

Pressemitteilung/ TransnetBW GmbH:


EEG-Umlage 2014 beträgt 6,240 Cent pro Kilowattstunde – Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW veröffentlichen EEG-Umlage für 2014


15. Oktober 2013 – Bayreuth, Berlin, Dortmund, Stuttgart. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) veröffentlichen heute die Prognose der 2014 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG-Umlage für das Jahr 2014.


Die ÜNB haben im Auftrag des Gesetzgebers auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter die EEG-Umlage 2014 ermittelt. Insgesamt ergibt sich ein Umlagebetrag von 23,6 Milliarden Euro. Darin enthalten ist ein Nachholbetrag für die vergangenen zwölf Monate von knapp 2,2 Milliarden Euro, der die Differenz zwischen den im Vorjahr prognostizierten und den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben ausgleicht.


Die EEG-Umlage ist von allen Letztverbrauchern für jede bezogene Kilowattstunde zu entrichten. Dies bedeutet, dass die Verbraucher zur Förderung der erneuerbaren Energien im Stromsektor im Jahr 2014 mit 6,240 Cent pro Kilowattstunde beitragen. Damit liegt die EEG-Umlage im Jahr 2014 knapp 20 Prozent über Vorjahresniveau (5,277 Cent pro Kilowattstunde).


Für das Jahr 2014 wird eine weiter deutlich ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert. Der Anstieg um ca. 15 Terawattstunden (TWh) (von rund 135 TWh in 2013 auf knapp 150 TWh in 2014) spiegelt sich hauptsächlich in den Energieträgern Wind onshore, Wind offshore und Photovoltaik wider. Abzüglich der prognostizierten Börsenerlöse ergeben sich für das Jahr 2014 prognostizierte Kosten (Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse) in Höhe von ca. 19,1 Milliarden Euro, was in der EEG-Umlage 2014 einem Anteil von ca. 5,0 Cent/kWh entspricht. Davon entfallen rund 2,4 Cent/kWh auf Photovoltaik, 1,3 Cent/kWh auf Biomasse, 1,0 Cent/kWh auf Wind Onshore, 0,3 Cent/kWh auf Wind Offshore und weniger als 0,1 Cent/kWh auf die restlichen Energieträger.


Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Unterdeckung des EEG-Kontos zum 30. September 2013 mit -2,2 Milliarden Euro etwas geringer aus (30.09.2012: -2,6 Milliarden Euro). Die Reduktion des Nachholbetrags ist u.a. auf die in 2013 auf 10% erhöhte Liquiditätsreserve zurückzuführen. Die Unterdeckung des EEG-Kontos 2013 erhöht die EEG-Umlage 2014 um rund 0,6 Cent/kWh.


Ein weiterer Kostenbestandteil der EEG-Umlage resultiert aus den natürlich auftretenden Abweichungen zwischen der Prognose und der tatsächlichen Einspeisung aus erneuerbaren Energien und den dadurch nur schwer kalkulierbaren Vergütungszahlungen. So führen beispielsweise besonders sonnenreiche Jahre zu einer höheren Vergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, als im Durchschnitt zu erwarten wäre. Mit voranschreitendem Zubau an erneuerbaren Energien nehmen diese Abweichungen zu. Um die daraus resultierenden Schwankungen auf dem EEG-Konto und deren Auswirkungen auf die Umlage abzufedern, ist vom Gesetzgeber eine sogenannte Liquiditätsreserve vorgesehen, die 2014 rund 0,5 Cent/kWh beträgt


Die sonstigen Kosten, die beispielsweise die Kosten für die Umrüstung der Photovoltaikanlagen gemäß § 35 Abs. 1b EEG („50,2-Hertz-Problematik“) umfassen, tragen rund 0,1 Cent/kWh zur EEG-Umlage 2014 bei.


Die Ermittlung der EEG-Umlage erfolgte in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur, die den gesetzlichen Auftrag hat, die Ermittlung, Festlegung, Veröffentlichung, Weitergabe der EEG-Umlage und die Vermarktung der EEG-Strommengen zu überwachen sowie die Anforderungen zur Vermarktung zu regeln.


Hintergrund:

www.transnetbw.de

www.eeg-kwk.net

7. Oktober 2013

Pioniere der Energiewende gesucht.

Mit einem Preisgeld von 50.000 EUR gilt der zum dritten Mal ausgelobte Georg Salvamoser Preis als einer der höchstdotierten Umweltpreise Deutschlands.  Gesucht sind Wegbereiter und Pioniere der Energiewende, die sich mit innovativen Projekten für eine 100% erneuerbare Energieversorgung engagieren. Bewerbungen sind noch bis 15. November 2013 möglich. 

Für den Georg Salvamoser Preis können sich Einzelpersonen, Gruppierungen und Vereine aber auch Unternehmen, Institutionen und Kommunen im gesamten deutschsprachigen Raum bewerben. Gesucht und ausgezeichnet werden mit dem Preis wegweisende Menschen und Projekte, die dazu beitragen, die Vision von 100% erneuerbaren Energien Realität werden zu lassen.


Nach Ende der Bewerbungsfrist am 15. November wird eine Jury – bestehend aus Fachleuten und Persönlichkeiten aus Politik, Umweltwirtschaft und Verbänden – über die Preisvergabe entscheiden. Als Vergabekriterium zählen Innovationsgrad, Originalität und Vorbildfunktion aber auch der dezentrale Charakter der eingereichten Projekte. Die Bewerber sollen auch darstellen, welche Hindernisse und Widerstände sie bei der Umsetzung der Projekte überwinden mussten.


Der Georg Salvamoser Preis zählt als einer der höchstdotierten Umweltpreise in Deutschland und wird nun zum dritten Mal ausgelobt. Bewerbung sind ab sofort und bis 15. November 2013 möglich unter: www.georg-salvamoser-preis.de 


Der Georg Salvamoser Preis


Der Georg Salvamoser Preis wurde im Jahre 2011 auf Initiative des Freiburger Oberbürgermeisters Dr. Dieter Salomon ins Leben gerufen. Auslober sind die Stadt Freiburg sowie die Georg-Salvamoser-Stiftung, die mit dem Preis an den früh verstorbenen Freiburger Unternehmer und Solarpionier Georg Salvamoser (1950-2009) und sein Lebenswerk erinnern möchten. Georg Salvamoser zählte zu den bundesweit herausragenden Persönlichkeiten der Umweltwirtschaft und trug maßgeblich zur Bedeutung des Solarstandorts Deutschland bei.


Hintergrund:
www.georg-salvamoser-preis.de

27. September 2013

Neuer IPCC-Bericht liegt vor.

Das IPCC hat seinen neuen Klimabericht vorgelegt. Zum fünften Mal seit der Einführung des Weltklimarats in 1988 wird damit der Stand der Forschung  über den Klimawandel der Öffentlichkeit  zugänglich gemacht.  Die Prognosen der Forscher fallen unterschiedlich aus, einig sind sie sich aber: Die Erde erwärmt sich, wenngleich zuletzt langsamer als Ende des 20. Jahrhunderts.

Rund sechs Jahre arbeiteten mehr als 800 Autoren an dem „Sachstandsbericht“ über die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Studie, sondern um eine Metaanalyse: Die Autoren sichteten und sortierten den Stand der Forschung bis März 2013 und verarbeiteten anschließend  rund 55.000 Kommentare weiterer Gutachter. Das Ergebnis ist ein ca. 1.000 Seiten starkes Werk, das einen umfassenden Status Quo der Erkenntnisse von fast allen wichtigen Umweltforschern bündelt.  Auf 30 Seiten werden die Kernbotschaften für Politik und Öffentlichkeit in einem „Summary for Policymakers“ zusammengefasst.


Die Erderwärmung  bleibt unumstritten, wenngleich in den letzten 15 Jahren die Erwärmung in Bodennähe, entgegen der vorherigen Klimamodelle, im Vergleich zum Ende des 20. Jahrhunderts geringer ausfällt (0,05 Grad/Dekade statt zuvor 0,2 Grad/Dekade). Die Gründe hierfür sind unklar, die vorherrschende Meinung ist jedoch, dass in den vergangenen Jahren Wärme in den Ozeanen eingelagert worden ist, diese naturbedingten Varianzen aber keine langfristigen Trends darstellen. 


Der Klimawandel geht weiter, betont das IPCC. Schnee und Eis tauen in erheblichem Maße, die meisten der vermessenen Gletscher gehen zurück. Satellitenmessungen der Erdanziehungskraft zeigen beispielsweise, dass die Eismasse in Grönland zwischen 2002 und 2011 um das sechsfache zurückgegangen ist im Vergleich zu der Zeitspanne von 1992 und 2001. Insbesondere die konstante Erwärmung der Ozeane und deren Anstieg um etwa 3 Millimeter pro Jahr seit etwa 20 Jahren sei ein Zeichen des Klimawandels, so der IPCC-Bericht. Bis 2100 könnte sich der Meeresspiegel um 26 Zentimeter im günstigsten Fall bzw. um 82 Zentimeter im ungünstigsten Fall erhöhen. Die Forscher befürchten bei letzterer Prognose die dauerhafte Überflutung von Inseln und flachen Küstengebieten. 


Das IPCC begründet den Klimawandel in erster Linie mit dem ansteigenden CO2-Ausstoß und dessen Konzentration in der Atmosphäre seit 1750. Im Gegensatz zum letzten Klimabericht (90%) ist sich das Gremium nun „äußerst sicher“ (95 %), dass der menschliche Einfluss der Hauptgrund für die zu beobachtenden Veränderungen ist. Dies sei u.a. durch die steigenden Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre und die zunehmenden Kenntnisse über das Klimasystem zu belegen. Der Weltklimarat warnt: Wenn der CO2-Ausstoß anhalte, wird die künftige Erderwärmung gravierend ausfallen („Continued emissions of greenhouse gases will cause further warming and changes in all components of the climate system“). Um den Klimawandel zu bremsen, bedarf es substantielle und anhaltende Reduzierungen der Treibhausgasemissionen. Andernfalls würde sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts möglicherweise um etwa 4,8 Grad erwärmen, so der Klimarat über das größtmögliche Risiko. In der Zusammenfassung des Berichts heißt es zu den Prognosen bei unveränderten Bedingungen weiter: Hitzewellen würden öfter vorkommen und länger andauern. Der Meeresspiegel steige weiter an und es drohe bis Ende dieses Jahrhunderts ein Schwellen zwischen 26 bis 81 Zentimetern (je nach Treibhausgasemissionen). Darüber hinaus könnten die Ozeane sauer werden und Klimazonen sich verschieben, so der IPCC-Bericht. Nicht zuletzt wären vermehrt Starkregenfälle in den Tropen, aber auch den mittleren Breitengraden, wie Deutschland, die Folge.

 

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Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wurde 1988 angesichts der steigenden Erderwärmung von den Vereinten Nationen (UN-Umweltprogramm UNEP) und der Weltwetterorganisation (WMO) gegründet. Dem IPCC mit Sitz in Genf gehören 195 Mitgliedsländer an. Das Gremium sammelt wissenschaftliche Daten und wertet diese aus; eigene Forschungen werden nicht betrieben. Die letzten vier umfassenden Klimaberichte wurden 1990, 1995, 2001 und 2007 veröffentlicht. Das IPCC soll aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf Natur und Mensch auswirkt, wie er gebremst werden kann und welche Anpassungsstrategien es gibt. Im Jahr 2007 erhielt das IPCC den Friedensnobelpreis für sein Engagement gegen den Klimawandel.


Hintergrund:
www.ipcc.ch

16. September 2013

Das EEG und die Bundestagswahl.

Nur noch wenige Tage bis zur Bundestagswahl. Es wird um jede Stimme gekämpft, für die eine oder andere Partei geht es ums Überleben - dies zeigte nicht zuletzt die Landtagswahl in Bayern. Die Programme sind umfassend und reichen von Familie bis Klimaschutz. Was aber haben die Parteien mit dem EEG vor? Das IWR hat dies zusammengefasst.

Meldung vom 09.09.2013/ Internationales Wirtschaftsforum Regenrative Energien (IWR):
Bundestagswahl - Das planen die Parteien mit dem EEG

Münster – Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) treibt in Zeiten steigender Strompreise nicht nur die Verbraucher, sondern im Wahlkampf auch die Politiker um. Leider haben die Parteien keine Rezepte, mit denen sich die Konstruktionsfehler des EEG beheben ließen.

In der letzten Woche hat sich mal jemand aus der Deckung getraut. Nein, es war kein Politiker, sondern eine Expertengruppe namens Monopolkommission. Die Lösungsvorschläge wie die Einführung eines Quotenmodells waren radikal und wurden von so ziemlich allen Interessengruppen abgelehnt. Aber: Es ist immerhin mal ein wirkliches Konzept präsentiert worden.

 

Politik hinkt hinterher

Genau hier ist die Monopolkommission der Politik einen großen Schritt voraus. Einigkeit besteht parteiübergreifend nur, dass sich etwas ändern muss. Das Wann ist noch offen. Die mögliche weitere Steigerung der EEG-Umlage auf sechs bis sieben Cent lässt die Wähler aufschrecken.


Gründe für die sich abzeichnende Entwicklung gibt es einige. Der derzeitige Wälzungsmechanismus, 2010 von der aktuellen Regierung auf Betreiben der Energiewirtschaft eingeführt, ist einer der Haupttreiber. Damals legten die Koalitionäre fest, dass die Differenz zwischen der Einspeisevergütung und dem Börsenpreis für Strom über die Umlage erstattet wird. Allerdings sind die Notierungen in Leipzig seither in den Keller gegangen, wovon die Verbraucher momentan aber nicht profitieren. Ebenfalls eine Belastung: die steigende Zahl der Unternehmen, die sich von der EEG-Umlage befreien lassen.

Genau hier setzen die Grünen in ihrem 100-Tage-Programm an. Die Verbraucher sollen durch eine Reduzierung der Ausnahmen um vier Mrd. Euro entlastet werden. Von einer „fairen Verteilung auf alle Verbraucher“ ist die Rede. Zudem steht eine Reaktivierung des CO2-Zertifikatehandels auf dem Programm. Ursprünglich sollte damit der Betrieb etwa von Kohlkraftwerken verteuert werden, doch bei den Tiefpreisen für die Zertifikate laufen die Meiler auf Hochtouren. Fraglich ist, inwieweit die Deutschen hier im Alleingang etwas ausrichten können – der Handel ist Europasache. Sonst soll das EEG in seiner bisherigen Form weitestgehend erhalten bleiben. Eine wirkliche Reform sieht anders aus.

 

SPD will Industrie schonen

Auch die SPD fordert eine Reaktivierung des Emissionshandels. Außerdem will sie die Stromsteuer senken, um bei den Verbrauchern für Entlastung zu sorgen. Die Ausnahmen von der EEG-Umlage wollen die Genossen hingegen nicht antasten: "Wir werden die wirtschaftliche Wohlstandsbasis hier in Deutschland nicht in Frage stellen: nämlich die industrielle Wertschöpfungskette", sagte Spitzenkandidat Peer Steinbrück dem „Spiegel“. „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden wir so ausgestalten, dass der Ausbau langfristig und berechenbar gesichert wird“, heißt es nebulös auf der Website der Sozialdemokraten.

Das kann die Union noch besser: Sie will energieintensive Industrien im Wettbewerb weiter „zielgenau“ entlasten sowie stabile und verlässliche Bedingungen für die Erneuerbaren Energien und konventionelle Kraftwerke schaffen. Nach der bisherigen „Anschubfinanzierung“ sind wettbewerbsfähige Preise das Ziel, für das auch staatliche Hilfen zurückgeschraubt werden sollen. Noch Fragen?

 

FDP mit radikalem Programm

Die konkretesten und weitreichendsten Vorstellungen finden sich bei der FDP. Die Liberalen wollen die Abschaffung der fixen EEG-Einspeisevergütung zugunsten einer konsequenten Anwendung der Direktvermarktung. Grundsätzlich soll am Einspeisevorrang festgehalten werden, jedoch soll die Bundesnetzagentur bei Netzschwankungen dieses Instrument befristet außer Kraft setzen können. Hinzu kommt der Aufbau eines Kapazitätsmarktes, die Einführung eines Quotenmodells mit der Möglichkeit eines Zertifikatehandels und die die Ausweitung des Konzeptes des „atmenden Deckels“ auf sämtliche erneuerbare Energieträger. Ein Stopp der Subventionen soll erfolgen, sobald die zuvor festgelegten Ausbauziele des jeweiligen Energieträgers erreicht werden. Dies ist heute bei der Photovoltaik bereits der Fall. Spitzenkandidat Rainer Brüderle ging kürzlich noch weiter und forderte einen Ausbaustopp bei Sonne und Wind. Fraglich ist, was die FDP in eine Koalition davon durchsetzen könnte.

Auch hier gilt: Was wirklich kommen könnte, ist erst nach der Wahl zu erwarten. Im Zweifelsfall passiert erst einmal nichts.

 


Hintergrund:
www.iwr.de/news.php?id=24502

28. August 2013

Heizkosten senken - gewusst wie.

Der nächste Winter kommt bestimmt. Mit dieser Voraussicht hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gemeinsam mit der ista Deutschland GmbH, dem Deutschen Mieterbund e. V. und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) einen breit angelegten Praxistest entwickelt, der die Einsparmöglichkeiten der Heizkosten überprüft.  

Pressemitteilung/ dena:
Heizkosten im Griff – dank Energiemanagement. Neues dena-Modellvorhaben überprüft Einsparpotenzial für Wärmeenergie in Mietwohnungen

Berlin, 28. August 2013 - Mit einem breit angelegten Praxistest überprüft die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gemeinsam mit der ista Deutschland GmbH, dem Deutschen Mieterbund e. V. und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Einsparmöglichkeiten durch Nutzung eines Energiedatenmanagements in Mietwohnungen. Dabei erhalten die Mieter über ein Online-Portal laufend Einblick in den eigenen Wärmeverbrauch und können dann entsprechend aktiv werden. Erste Haushalte, die das Online-Tool bereits getestet haben, konnten ihren Wärmeenergieverbrauch um durchschnittlich bis zu 15 Prozent senken. Im Rahmen des neuen Modellvorhabens "Bewusst heizen, Kosten sparen" sollen nun rund 200 Miethaushalte in den drei Modellregionen Essen, Berlin und München über mehrere Heizperioden das Einsparpotenzial auf Basis dieses Energiedatenmanagements ermitteln.

 

"Ein bezahlbarer und wohltemperierter Wohnraum ist ein Grundbedürfnis für jeden Menschen", betonte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. "Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz wie das Energiedatenmanagement sind ein guter Hebel, um sowohl den Ansprüchen der Mieter als auch der Wohnungswirtschaft gerecht zu werden." "Wer jederzeit überprüfen kann, wie hoch sein aktueller Verbrauch für Heizung und Warmwasser ist, handelt auch entsprechend. Der Mieter wird damit im wahrsten Sinne des Wortes zum 'Smart Mieter', erläuterte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

 

Der individuelle Wärme- und Warmwasserverbrauch wird in den beteiligten Haushalten über Funkzähler erfasst und digital an ista übermittelt. Die teilnehmenden Mieter erhalten über ein Webportal Zugang zu ihren Verbrauchsdaten, die klimabereinigt dargestellt und einmal pro Monat aktualisiert werden. Die Mieter können im Webportal ihren aktuellen Wärmeenergieverbrauch einsehen, diesen mit dem Vormonat und Vorjahr oder auch mit dem Durchschnittsverbrauch der Wohnungen im Mietshaus vergleichen. Die Ergebnisse der Nutzung werden anonymisiert ausgewertet. Zugleich sollen anhand regelmäßiger Befragungen der Mieter mögliche Hemmnisse bei der Nutzung identifiziert und behoben werden.
"Die jährliche Heizkostenabrechnung bedeutet für viele Mieter eine unangenehme Überraschung", sagte Lukas Siebenkotten, Direktor beim Deutschen Mieterbund e.V. "Moderne Dienstleistungsangebote, wie etwa das Energiedatenmanagement, können Mieter bei der Steuerung ihres Energieverbrauchs unterstützen. Was es dabei zu beachten gilt, ob und in welchem Umfang Heizkosten gesenkt werden und ob Maßnahmen des Energiedatenmanagements aus Mietersicht wirtschaftlich sind, soll unser Praxistest zeigen."

 

"Unser Energiedatenmanagement ist praktizierte Energiewende", erklärte Walter Schmidt, CEO ista International auf der Pressekonferenz. "Es hilft dabei, Energie und CO2 signifikant einzusparen und überträgt dem Verbraucher die Kostenkontrolle. Und das bei einem Investitionsaufwand, dessen Kosten-Nutzen-Verhältnis in keinem Vergleich steht etwa zu großen Infrastrukturprojekten auf Erzeugungsseite. Private Haushalte sowie die Immobilienwirtschaft profitieren davon gleichermaßen."
Das Modellvorhaben "Bewusst heizen, Kosten sparen" wird gemeinsam von der Deutschen Energie-Agentur GmbH, der ista Deutschland GmbH, dem Deutschen Mieterbund e.V. und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung umgesetzt. Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte unter www.bewusst-heizen.de.


Hintergrund
www.bewusst-heizen.de

22. August 2013

Tipps: Klimafreundlicher Lebensstil

Welchen Beitrag kann ich zum Klimaschutz leisten? Wie kann ich meinen Alltag nachhaltiger gestalten? Wo finde ich in Nordrhein-Westfalen faire und ökologische Produkte? Die neue Plattform "ich bin's - nachhaltig in NRW" gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern praktische Tipps rund um nachhaltiges Konsumverhalten. 

Wie leicht die Umstellung auf einen nachhaltigen Lebensstil sein kann verrät die neue Website www.ichbins-nrw.de. Hier findet man auf einer NRW-Karte den Biobäcker oder die Fahrradreparatur um die Ecke und kann in einem virtuellen Haus u.a. erfahren, wie effizientes Heizen oder richtige Mülltrennung funktioniert. Zu den konkreten Themen sind Links auf Partnerseiten zusammengestellt worden, die weiterführende Informationen bereithalten. Das Angebot der Internetplattform wird durch Workshops zum Thema "nachhaltiger Konsum" ergänzt, um die relevanten Akteure in NRW besser zu vernetzen und Entwicklungen weiterzudenken.  

 

"ich bin's - nachhaltig in NRW" wird vom CSCP (Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production) betrieben und aus Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

Hintergrund

 

ich bin's - nachhaltig in NRW:

www.ichbins-nrw.de

 

 

 

8. August 2013

Bald nur noch Kerzenlicht?

Mit einem Artikel vom 8. August bringt die F.A.Z. neue Prognosen für die EEG-Umlage an die Öffentlichkeit. Die Zahlen würden, sollten sie sich bewahrheiten,  die Energiekosten des Otto Normalverbrauchers explodieren lassen. Wie lange kann sich dieser das Leselicht am Abend oder das frische Gemüse aus dem Kühlschrank noch leisten?

Werden Anstieg der letzten Jahre und aktuelle Zahlen der Ökostrom-Umlage für 2014 weitergerechnet, so muss von einer Preiserhöhung der Umlage von rund 7 Cent/Kilowattstunde ausgegangen werden. Wenngleich sich die großen Netzbetreiber zu Prognosen bedeckt halten, so lassen die Bilanzen der Vorjahre und der letzten Monate plausible Rechenspiele zu. Allein im vergangenen Juli stieg das Defizit zwischen Einnahmen und Ausgaben der vier Netzbetreiber auf 1,75 Milliarden Euro, das sind 600 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dies trotz des Anstiegs der EEG-Umlage von 3,6 Cent/kWh auf 5,27 Cent/kWh. Der Börsenstrompreis bleibt mit 3,7 Cent/kWh (Juli 2013) weiter niedriger als angenommen und es ist auch nicht zu erwarten, dass er im kommenden Jahr drastisch steigt. Hinzu kommt, dass immer mehr energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage befreit werden. Das alles schlägt sich schon jetzt bei Otto Normalverbraucher zu Buche, der die steigende Differenz zwischen Börsenstrompreis und garantierter Einspeisevergütung für die Ökostrom-Erzeuger möglicherweise irgendwann nur noch mit Kerzennutzung bezahlen kann. Warten wir die offiziellen neuen Zahlen der Umlage ab, die Anfang Oktober – kurz nach der Bundestagswahl – bekannt gegeben werden.

 

Hintergrund

Andreas Mihm, F.A.Z. vom 8. August 2013:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/energiepolitik/energiewende-oekostrom-umlage-koennte-um-ein-drittel-steigen-12427302.html

 

 

 

 

18. Juli 2013, Düsseldorf

Frischer Wind im Klimaschutz - KlimaDiskurs.NRW e.V. geht an den Start

Der Diskurs über Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen gewinnt an Dynamik. Ab heute widmet sich der KlimaDiskurs.NRW e.V. insbesondere den Interessensgegensätzen beim Klimaschutz im wichtigsten Industrie- und Energieland Deutschlands.

Der gemeinnützige Verein, der mit seiner Auftaktveranstaltung KLIMA.SALON heute die Arbeit aufnimmt, bringt künftig gezielt konfliktäre Parteien aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik in Debatten und geschützten Gesprächen zusammen. Damit begleitet er gleichermaßen konstruktiv und kritisch die zentralen klima- und energiepolitischen Prozesse in NRW. Zu den ersten Schwerpunkthemen gehören die Akzeptanz gegenüber Erneuerbarer Energien, die soziale Dimension der Energiewende sowie die zukünftige Rolle der Braunkohle im NRW-Energiemix.

 

„Mit der Gründung des KlimaDiskurs.NRW haben wir eine bundesweit einzigartige Plattform geschaffen, die Fragen des Klimaschutzes und der Energiewende nicht nur gesellschaftlich breit zu diskutieren, sondern auch Lösungen für Konfliktfälle anzubieten“, so Dirk Jansen, Mitglied des Vorstands. „Klimaschutz muss eine Gemeinschaftsaufgabe sein, um Chancen der ökologischen Modernisierung zu nutzen und den Struktur-wandel zu meistern. Mit dem Klimaschutzgesetz und dem Klimaschutzplan NRW sind schon wichtige Prozesse in Gang gesetzt worden, die es nun auszugestalten gilt“, führt er weiter aus. 

BUND NRW, das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen, die Landes-arbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW, NABU NRW sowie die Verbraucherzentrale NRW initiierten den Verein. Ziel ist es, einen Zusammenschluss von Akteuren aus allen relevanten Sektoren zu bilden. Die Stadtwerke Düsseldorf sind das erste Mitglied aus der Wirtschaft. „Die Herausforderungen des Klimawandels können nur in einem kontinuierlichen Entwicklungs- und vor allem Umsetzungsprozess gelöst werden“, so Thomas Kemper, Generalbevollmächtigter der Stadtwerke Düsseldorf. „Hierfür ist der neue Verein ein wichtiger Baustein“. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungsformate möchte der KlimaDiskurs.NRW vernetzen und neue Lösungen in den zum Teil festgefahrenen Klimaschutzdiskussionen entwickeln.

Der KlimaDiskurs.NRW wird von der Stiftung Mercator und der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen in gleichen Anteilen mit insgesamt rund 1,2 Millionen Euro gefördert. „Zentrale Akteure unter einem unabhängigen Dach zu bündeln, ist eine große Herausforderung und gleichzeitig  eine große Chance, die Entwicklungen im Klimaschutz in NRW zu beschleunigen“, begründet Dr. Alfred Buß, Vorstandsvorsitzen-der der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, die Förderung. Dr. Lars Grotewold von der Stiftung Mercator erläutert: „Wir setzen uns mit einer Reihe von Initiativen für das Gelingen der Energie-wende ein. Im KlimaDiskurs.NRW sehen wir großes Potenzial, Zielkonflikte und Interessenunterschiede konstruktiv zu erörtern und tragfähige Lösungsoptionen für aktiven Klimaschutz mitzugestalten.“